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Energiebedarf
auf 45 Prozent senken
RIEDSTADT.
Das Pilotprojekt zur energetischen Sanierung von Altbauten in Leeheim und
die Erkenntnisse aus der Doktorarbeit darüber von Susanne Schwickert
waren Thema bei der jüngsten Zusammenkunft des Riedstädter
Energietischs.
Zur möglichen Senkung der Heizenergie für Wohnbauten und des
Energieverbrauchs von Elektrogeräten hatte
Schwickert mehrere Szenarien untersucht; der Energietisch analysierte am Donnerstag
die wesentlichen Lösungsvorschläge.
Schwickert stellte fest, dass mit
unterschiedlichen Modernisierungsschritten der Energieverbrauch in Leeheim
in den nächsten
25 Jahren mindestens auf 78 Prozent des heutigen Wertes gesenkt
werden könnte. Bei ihrem optimistischsten
Modell sind es nur
noch 45 Prozent. Im Vergleich dazu
verbrauchen Niedrigenergie-Häuser 32 Prozent.
Schwickert berücksichtigte auch das bisherige Modernisierungsverhalten
der Leeheimer Hausbesitzer. Dieses führt zur Mindesteinsparung. Ein
weiterer Schritt nachrüsten
gemäß Energiesparverordnung könnte
den Verbrauch auf 75 Prozent reduzieren: durch Austausch von
Heizungsanlagen und Dämmen der obersten Geschossdecke.
Der zusätzliche Einsatz von Sonnenenergie etwa um
Brauchwasser zu erwärmen oder die Energieversorgung zu unterstützen
hätte
eine Senkung des Energieverbrauchs auf rund 64 Prozent zur Folge.
Am Donnerstag diskutierte die Runde Architekten,
Wissenschaftler, Vertreter des Überlandwerks, Riedstädter Handwerker und
Bürger vorrangig
über die Energieeinsparung, die durch Sanierung des Gebäudebestandes
erzielt werden könnte. Überlegungen zur Wahl einer anderen Primärenergiequelle
wurden noch nicht erörtert.
Da die Finanzierung der gewünschten Sanierungsmaßnahmen
oft der Hinderungsgrund für deren Umsetzung sei, soll zum Energietisch
Ende Oktober ein Referent über eine Möglichkeit informieren, bei der die
Energieversorger einen Teil der Finanzierungslasten tragen und diese
dann später mit den eingesparten Energiekosten verrechnen.
Weitere Informationen zur Agenda gibt das Agendabüro
unter Telefon 06158 1886711.
hhh
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Geld
für Kita an der Elbe
Motorradclub
- Mit
einer Party sammelt der „Fink Panther MC“ für Hochwasseropfer
LEEHEIM.
Mit einer Party wollten Mitglieder und Freunde des
Motorradclubs „Pink Panther MC" des Kreises Groß-Gerau einen
Beitrag zur Linderung der durch die Hochwasserfluten an der Elbe
entstandenen Schäden leisten. Etwas für die betroffenen Menschen zu
machen, hätten sie sich während ihres Urlaubs spontan entschlossen,
berichteten die Organisatoren Marcus Emmer und Frank Mittelstädt.
Über Umweges seien sie auf eine evangelische Kindertagesstätte in
dem etwa zwei Kilometer von der Elbe nahe Dresden gelegenen Radebeul -
Altkötzschenbroda aufmerksam geworden. Diese Kita sei durch die
evangelische Kirchengemeinde erst im Vorjahr fertigestel1t worden. Das
Hochwasser sei bis zu den Räumen im ersten Stock vorgedrungen und habe
die Fußböden völlig zerstört Das Außengelände sei durch Ölablagerungen verseucht. Für die
Sanierungsarbeiten stünden der Kirche keine Mittel mehr zur Verfügung.
Wegen der vermeintlich sicheren Distanz zur Elbe ist das Gebäude nicht
gegen Hochwasserschäden versichert
worden.
1000 Euro an Spendengeldern sei das angedachte Ziel gewesen, erläutern
Emmer und Mittelstädt. Dank der Hilfsbereitschaft von Bäcker, Metzger
und Brauereien sei es gelungen. diesen Betrag bereits an der Party zu
erwirtschaften. Zusätzlich hätten die Partygäste noch weitere 550 Eure
gespendet. Außerdem hätten sich noch zehn Leeheimer Ortsvereine und
viele Privatpersonen mit zusammen 2300 Euro an dieser Aktion beteiligt.
4080 Euro konnten Gunter Deimer und Jürgen Jäger am vergangenen
Wochenende der Kita-Leiterin Christine Renger in Radebeul - Altközschenbroda
zur Finanzierung der ersten Sanierungsarbeiten persönlich überreichen.
Der mit reichlich Sprit versehene Wagen für die Fahrt wurde an einer
Firma kostenlos zur Verfügung gestellt. Damit, so hoffen die
Organisatoren, würden auch die vom Hochwasser betroffenen Familien
entlastet. Hätten Deren Sprösslinge wieder die Möglichkeit, die
Kindertagesstätte zu besuchen, könnten sich die Eltern um die
Instandsetzung ihrer Wohnungen kümmern.
evs
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