Büchnerbühne im alten Feuerhehrhaus - Büchnerbühne - Ausblich auf das Programm - Internationaler Museumstag
02. Mai 2011  | amo

Nach zwei Jahren stimmt der Name

Büchnerbühne: Theaterensemble eröffnet mit einem Rückblick auf die Anfangszeit vor vollem Haus die neue Spielstätte

LEEHEIM. 

Neues Domizil: Die Büchnerbühne Riedstadt hat am Samstag ihre neue Spielstätte in der alten Feuerwache Leeheim eröffnet.  Foto: Robert Heiler

| Vergrößern |

Neues Domizil: Die Büchnerbühne Riedstadt hat am Samstag ihre neue Spielstätte in der alten Feuerwache Leeheim eröffnet. Foto: Robert Heiler


Christian Suhr und seine Mitstreiter von der Büchnerbühne waren überwältigt: Menschenmassen strömten am Samstagabend in das ehemalige Gerätehaus der Feuerwehr in der Kirchstraße 16, bestaunten bei einem Glas Sekt oder Orangensaft den neu geschaffenen Theaterraum mit seinen aufsteigenden Zuschauerrängen und dem Scherenschnitt Georg Büchners auf Bühnenpodesten sowie das Theatercafé. Unter ihnen auch der neue Bürgermeister Werner Amend und Erste Stadträtin Erika Zettel sowie weitere Magistratsmitglieder und Stadtverordnete, vor allem aber auch der ehemalige Bürgermeister Gerald Kummer, für dessen Enthusiasmus in der Gründungsphase der Büchnerbühne Leiter Christian Suhr am Ende des Abends ausdrücklich dankte.
Für einige Theaterfreunde endete der Abend früher als geplant: Die Vorstellung zur Eröffnung der neuen Spielstätte der Büchnerbühne war restlos ausverkauft, an der Abendkasse gab es schnell keine Karten mehr. Wer das Glück hatte, rechtzeitig eine Karte ergattert zu haben, erlebte dichtgedrängt ein furioses „Best of“ aus zwei Jahren Büchnerbühne an der Stelle, wo früher Feuerwehrwagen standen.
Statt großer Vorreden machten Fotoimpressionen auf großer Leinwand über die aufwendigen Renovierungsarbeiten den Auftakt der multimedialen Bühnenshow. Seit Anfang Januar hatten die Theaterleute und Freunde der Büchnerbühne in einem ehrenamtlichen Mammutprojekt Mauern hochgezogen, das Podest für die Zuschauertribüne in der ehemaligen Wagenhalle geschreinert, Abdunklungen geschaffen und Wände bemalt, bis aus einem Feuerwehrhaus ein Theater geworden war. Ein Engagement, für das Christian Suhr stellvertretend für alle am Ende der Vorstellung Reinhard Köhler von der Laienspielgruppe Leeheim und Bodo Gollhardt von der Schreinerei Bongardts dankte.

Passend für eine Theatereröffnung dann das „Vorspiel auf dem Theater“ aus Johann Wolfgang Goethes „Faust“. Ein Theaterdirektor mit Clownsnase (Christian Suhr) erklärte unter allgemeinem Gelächter: „Ich wünschte sehr, der Menge zu behagen, besonders weil sie lebt und leben lässt“, und verkündete die augenzwinkernde Maxime des Abends: „Wer vieles bringt, wird manchem etwas bringen; und jeder geht zufrieden aus dem Haus.“
Was die Schauspieler dann servierten, war nicht das leichte „Ragout“ des Theaterdirektors, sondern ein Querschnitt aus den Schauspielprojekten der ersten beiden Jahre, die die ungeheure Bandbreite und Professionalität der Büchnerbühne zeigten. Es durfte herzhaft gelacht werden über Mélanie Linzers Mephistopheles, der in Vertretung von Faust einem arglosen Schüler (Harald Preis) den Geist verwirrt („Ich, Ebenbild der Gottheit. Goethes Faust und der Schöpfungsdrang der Wissenschaft“), und erst Recht bei Loriot („Küssen Sie Ihre Frau – Wohin? Eine Eheberatung mit Loriot“), wobei Regisseur Christian Suhr das Kunststück fertig brachte, elegant Loriot mit Shakespeare zu verknüpfen. So geriet das auf so wortreiche Art kommunikationsunfähige Ehepaar Loriots (Mélanie Linzer und Christian Suhr) in den „Sommernachtstraum“ und flüstert sich unvermutet als Thisbe und Pyramus Verliebtheiten durch die lebende Wand zu. Natürlich durfte auch der Namensgeber der Büchnerbühne nicht fehlen. So eindringlich wie bissig brachte Christian Suhr „Woyzeck“ als Ein-Personen-Stück auf die Bühne. Ganz still wurde es dann bei dem albtraumhaften Monolog „Ich bin Ausländer – Ich bin ein Stück Scheiße!“ mit Harald Preis.
Mit stehenden Ovationen feierten die Zuschauer am Ende des gut zweistündigen Bühnenprogramms Theaterleiter Christian Suhr und seine Schauspielkollegen Mélanie Linzer, Harald Preis und Finn Hanssen. Lohn für den langen Atem und den Abenteuergeist der passionierten Theaterleute, die zwei Jahre überstanden hatten, in denen die Büchnerbühne keine feste Spielstätte hatte und über Standortdiskussionen zerrieben zu werden drohte. Zwei Jahre nach ihrer Gründung stimmt endlich der Name: Die Büchnerbühne hat eine Bühne.

Nach oben

04. Mai 2011  | amo

Ein Nachmittag der Gegensätze

Büchnerbühne: Riedstädter Ensemble gibt im Verlauf des Eröffnungsprogramms einen Ausblick auf besondere Projekte

LEEHEIM. 

Eine Vorschau mit Ausschnitten aus künftigen Produktionen bot  das Ensemble der Büchnerbühne am Sonntag in seinem neuen Domizil im ehemaligen Feuerwehrgerätehaus Leeheim. Foto: Robert Heiler

| Vergrößern |

Eine Vorschau mit Ausschnitten aus künftigen Produktionen bot das Ensemble der Büchnerbühne am Sonntag in seinem neuen Domizil im ehemaligen Feuerwehrgerätehaus Leeheim. Foto: Robert Heiler


Nach dem Rückblick nun der Ausblick: An Tag zwei des Bühnenmarathons zur Eröffnung der festen Spielstätte der Büchnerbühne in der Kirchstraße 16 gaben Ensemblemitglieder und Gäste am Sonntagnachmittag einen Vorgeschmack auf besondere Projekte der nächsten Zeit. Theaterleiter Christian Suhr bat vorsorglich darum, die Aufführung mehr als öffentliche Probe zu betrachten: „Wir haben in den letzten drei Monaten vor allem gelernt, wie man Wände hochzieht. Da blieb nicht viel Zeit für Texte.“ So agierten die Schauspieler zum Teil mit Manuskripten in den Händen, was das Vergnügen in keiner Form minderte. Es hatte durchaus was, wenn Molières Geiziger (Christian Suhr) zerstört auf dem Boden liegt und theatralisch seinen Redetext zum Ablesen in die Luft streckt.
Theaterfreunde können sich auf eine Vielzahl ehrgeiziger Projekte freuen. Goethe wird dabei sein, viel Georg Büchner natürlich, zwei Komödien von Molière, aber auch Tschechow, Frank Wedekind und ein neues Loriot-Stück. Bewährtes wie Shakespeares „Sommernachtstraum“ und „Leonce und Lena“ von Georg Büchner sollen der Spielstätte angepasst neu inszeniert und zum Teil auch neu besetzt werden. Angesichts dieser Fülle überraschte es daher auch nicht wirklich, dass die angedachten zwei Stunden Spieldauer mehr als gesprengt und es mit Pause dreieinhalb Stunden wurden.
Puck (Mélanie Linzer), der „Schabernack der Nacht“ aus Shakespeares „Sommernachtstraum“, eröffnete mit seinem Bogen den abwechslungsreichen Spielnachmittag. Christian Suhrs Oberon ist kein zornsprühender stolzer Elfenkönig, sondern mit albernem Helm und Gewand eine barfüßig wutstampfende Witzfigur, der auch das Beträufeln der schlafenden Titania (Valerie Bolzano) mit Liebessaft zur umjubelten Lachnummer werden lässt.

Es war ein Nachmittag der Gegensätze. Ernst ging es weiter mit dem betrunkenen Soldaten Valentin (Finn Hanssen), der an der verlorenen Ehre seiner Schwester Gretchen verzweifelt. Nach dem Faust-Projekt „Ich, Ebenbild der Gottheit“ hat die Büchnerbühne das ehrgeizige Ziel, den gesamten Faust I von Johann Wolfgang Goethe auf die Bühne zu bringen. Das intensive Spiel Hanssens lässt da auf einiges hoffen.
Durch die Freundschaft zu der Schauspielerin Ursula Stampfli wird es wohl auch eine Inszenierung von Tschechows „Der Kirschgarten“ geben. Bei ihrem Auftritt bestach sie als die Ranjewskaja, die nach wilden Jahren in Paris auf das überschuldete Landgut der Familie mit seinem riesigen Kirschgarten zurückkehrt und über das Leben und die Liebe monologisiert.
Bis zur Pause stand dann der Namensgeber der Büchnerbühne im Mittelpunkt. „Warum Büchner?“, fragten Christian Suhr, Mélanie Linzer und Verena Specht-Ronique und trugen Texte über den „Dichter umständehalber“ vor, der die Langeweile zum Hauptmotiv seiner Werke gemacht habe. „Mein Leben gähnt mich an“, sagt denn auch Leonce (Finn Hanssen) in der folgenden Spielszene aus „Leonce und Lena“, in der die Geliebte Rosetta (Beate Krist) grotesk durch ihren Tanz stolpert.

Ein weiterer Überraschungsgast des Nachmittags war Peter Brunner, „ohne den die Villa Büchner in Pfungstadt in ihrem heutigen Zustand nicht denkbar wäre“, so Christian Suhr. Er las die „Wunde Georg“, eine Rede Wilhelm Büchners am Grab seines Bruders Georg, gehalten 41 Jahre nach dessen Tod. Von „Büchnerträumer zu Büchnerträumer“ möchten Suhr und Brunner in Zukunft gemeinsame Projekte verwirklichen.
Ein weiteres ehrgeiziges Projekt der Büchnerbühne ist der Wunsch, den Roman Kasimir Edschmids über Georg Büchner unter dem ursprünglichen Titel „Wenn es Rosen sind, werden sie blühen“ in Szene zu setzten. Auch darauf gab es natürlich einen Vorgeschmack. Zwischendurch im Büchner-Block durfte herzhaft gelacht werden über Willi Forwicks kabarettreife Umsetzung des szenischen Gedichtes „Amor“.
Nach der Pause zeigte der Jugendclub der Büchnerbühne Ausschnitte aus Frank Wedekinds „Frühlingserwachen“. Bereits am 28. Mai (Samstag) wird Premiere sein. Nach „Küssen Sie Ihre Frau – Wohin?“ wird es mit „Heile Welt“ eine neue Loriot-Inszenierung geben. Mehrere Szenen daraus gab das Ensemble zum Besten mitsamt dem legendären „Vertreter-Besuch“. Andächtig deklamierte das Publikum gleich mit: „Es saugt und bläst der Heinzelmann, wo Mutti sonst nur saugen kann!“
Nicht minder witzig gerieten Molières „Der eingebildete Kranke“ und „Der Geizige“ mit Christian Suhr in den Hauptrollen. Zwischendurch hatte das Gitarrenduo von „Bees denäwe“ immer wieder für musikalische Einlagen gesorgt. Zum humorvollen Abschluss spielten sie „Geld is ned alles“ mit einem greinenden Geizigen, der samt leerer Sammelbüchse als Resonanzboden herhalten musste.
Nach dem Eröffnungsprogramm gönnen sich die Mitglieder der Büchnerbühne nur eine kurze Pause. Denn bereits am Samstag (7.) steht Loriots „Küssen Sie Ihre Frau – Wohin?“ mit Christian Suhr und Mélanie Linzer an.

Nach oben

18. Mai 2011  | Von Anke Mosch

Dichter, Tiere und altes Handwerk

Rundgang: Beim Museumstag zum Motto „Museen, unser Gedächtnis!“ sind im Ried die Schwerpunkte bunt gemischt

RIED. 

Multimedial ist die Tierpräsentation im Leeheimer Heimatmuseum, die am Sonntag der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Heimatvereinsvorsitzender Ludwig Jung (links) erklärte am Sonntag den Brüdern Justin (Mitte) und Nick sowie Oma Brigitte Jakobi, wie’s funktioniert Foto: Robert Heiler

| Vergrößern |

Multimedial ist die Tierpräsentation im Leeheimer Heimatmuseum, die am Sonntag der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Heimatvereinsvorsitzender Ludwig Jung (links) erklärte am Sonntag den Brüdern Justin (Mitte) und Nick sowie Oma Brigitte Jakobi, wie’s funktioniert Foto: Robert Heiler




Ganz besonders junge Gäste begrüßte Kulturamtsleiterin Inge Schmidt als Geschäftsführerin des Fördervereins Büchnerhaus am Sonntag zur Eröffnung des Internationalen Museumstages. Der Kinderchor „Die wilden Kehlen“ der Sängervereinigung Wolfskehlen trat im Hof des Büchnerhauses in Goddelau auf.
„Das klinget so herrlich“ aus Mozarts „Zauberflöte“ eröffnete die Matinee des Chors für Kinder von sieben bis zwölf Jahren. Gar nicht wild, sondern engagiert und mit viel Spaß sangen die Kinder unter Leitung ihrer Dirigentin Sibel Demmel von „Tante Trude Trippelstein“ sowie Kinderliedklassiker.
Die „wilden Kehlen“ hatten sich Unterstützung aus dem Verein mitgebracht: Die Allerjüngsten ab vier Jahren, organisiert im „Spatzenchor“, sangen eifrig mit, und Mädchen des Jugendchors „Capriccioso“ führten nicht nur durch das Programm, sondern steuerten auch selbst Lieder bei und hatten ihren Spaß mit der Erinnerung an ihre musikalischen Anfänge. „Wir sind alle Ex-Wilde Kehlen und können die Lieder von damals immer noch“, erklärte vergnügt eine der überhaupt nicht kapriziösen jungen Damen. Den Beweis traten sie gleich an mit dem Lied „Das Lama“, mit dem sie zu Kinderchor-Zeiten den ersten Platz beim Chorwettbewerb gewonnen hatten, und ließen noch ein „Sana, Sananina, Praise the Lord“ erklingen. Gemeinsam sang der gesamte Nachwuchs der Sängervereinigung Mary Poppins Zungenbrecher „Supercalifragilistischexpialigorisch“ und tanzte sich als Zugabe bei der eher kühlen Witterung warm mit „Sascha und Natascha.“

Spinnen war angesagt im Heimatmuseum Biebesheim. Anlässlich des Internationalen Museumstages demonstrierten acht Frauen des Spinn-und Webkreises, darunter  Heidrun Ebbinghaus (vorn),  die früher in jedem Haushalt ausgeübte Garnherstellung.  Foto: Robert Heiler

| Vergrößern |

Spinnen war angesagt im Heimatmuseum Biebesheim. Anlässlich des Internationalen Museumstages demonstrierten acht Frauen des Spinn-und Webkreises, darunter Heidrun Ebbinghaus (vorn), die früher in jedem Haushalt ausgeübte Garnherstellung. Foto: Robert Heiler


Nach dem musikalischen Auftakt wurden in der Kunstgalerie zugunsten des Büchnerhauses Kaffee, Sekt und Orangensaft ausgeschenkt, und Museumsleiterin Rotraud Pöllmann führte den ganzen Tag über durch die Dauerausstellung über Georg Büchner im Geburtshaus des Dichters, Revolutionärs und Naturwissenschaftlers.
Im Heimatmuseum Leeheim in der Backhausstraße führte Ludwig Jung, Vorsitzender des Heimat- und Geschichtsvereins, durch die neu konzipierte landwirtschaftliche Dauerausstellung und demonstrierte die neu installierte audiovisuelle Anlage für die aufwendig gestalteten Vitrinen mit präparierten Tieren: Mitten im Raum steht ein schräg abgesägter Baumstamm, in den eine Bedieneroberfläche mit Bildern aller ausgestellten Tiere eingelassen ist. Mit einfachem Druck auf den Bildschirm tauchen Bussard, Mandarinente und Co im Großformat auf, ertönt ihr Ruf und leuchtet rot das Positionslämpchen neben dem Tier in der Voliere auf. Auch weitere Informationen lassen sich so aufrufen.
Der stellvertretende Vorsitzende Wolfgang Grimm hat das Programm gebastelt und noch am Samstag waren er und Ludwig Jung mit den vielen Kabeln und Drähten in Vitrinen und Baumstamm beschäftigt, damit zum Museumstag alles funktioniert.
Der Schauraum zum Thema Landwirtschaft wurde völlig neu strukturiert, die Ausstellungsstücke sind reduziert und übersichtlich neu angeordnet. „Gut ein Drittel haben wir rausgeschafft, das hat schon wehgetan“, sagte Jung. Ein Erntewagen thront nun hoch oben auf dem Katzenbalken, an neu gezogenen Wänden hängen alte Fotos von hoch bepackten Pferdewagen, Zuggeschirre hängen passend dazu daneben. Anschaulich soll vor allem der Jugend gezeigt werden, wie früher in Leeheim Landwirtschaft betrieben wurde. Ein Joch mit Eimern, wie es früher zum Wasser holen verwendet wurde, hängt griffbereit an einem Balken und die Ausstellungsecke zur Flachsverarbeitung wird ergänzt von einem digitalen Bilderrahmen, der auf wechselnden Fotos die Landfrauen bei dieser Tätigkeit zeigt.

Schon vom Eingang des Biebesheimer Heimatmuseums war munteres Geplauder und das Surren von Spinnrädern zu hören. „Wegen der kalten Sophie sind wir nach drinnen gegangen“, erklärte Edith Schmidt, Vorsitzende des Spinn- und Webkreises. Die Eisheiligen hatte nicht nur für kühle Temperaturen gesorgt, sondern schickte am Nachmittag auch einen kurzen Regenschauer. Vor allem die Besucherinnen ließen sich interessiert von den sieben Frauen an den Spinnrädern zeigen, wie sie aus Rohwolle gleichmäßige Fäden spinnen, und befühlten respektvoll die am großen Webstuhl gewebten Handtücher. Das Gerät steht allerdings aus Platzgründen nicht im Museum, sondern bei Edith Schmidt im ehemaligen Kuhstall. Die männlichen Begleiter schlenderten derweil durch die volkskundliche Sammlung und betrachteten die Bildausstellung „Engel und ihre heilende Wirkung“ in der Treppenhausgalerie.
Alte Schulbänke mitsamt einer ehrwürdigen Schiefertafel begrüßten Besucher im Museum des Peter-Schöffer-Hauses in Gernsheim. Dort war zum Museumstag die Sonderschau „Gernsheim – Stadt der Schulen“ geöffnet. Hildegard Bolenz vom Kulturamt führte durch den Raum mit den vielen Informationen über die Geschichte der Schulen in Gernsheim, aber auch aktuellen Schülerarbeiten. „Mit den Infotafeln können die Kinder nicht so viel anfangen, aber alles Greifbare finden sie toll“, verriet sie. Bestaunt wurden die Bastelarbeiten über den idealen Schulhof oder ein großes, grünes Pappmachee-Marsmännchen samt Schwimmflossenfüßen – und natürlich das alte, so unbequem aussehende Klassenzimmer.
„Museen, unser Gedächtnis!“ war das Motto des diesjährigen Internationalen Museumstages. Dichter, Tiere, alte Landwirtschafts- und Handarbeitstechniken sowie Schulen früher und heute – so vielseitig und bunt präsentierte sich an diesem Tag das Gedächtnis im Ried.

Nach oben