Kompost auf Leeheimer Äcker - JHV Gesangverein 1853 - JHV Geflügelzuchtverein - JHV FC Germania - Die Gemüsekiste - Arnold Müller erhält Verdienstmedaille - Grundschüler führen das Musical ,,Rotasia" auf  - JHV Heimat- und Geschichtsverein

"Unheimliche Humussteigerung"

Landwirtschaft: Für die Äcker von Werner Wald und Karl-Heinz Kraft wird derzeit tonnenweise Kompost herbeigeschafft

10. März 2010  |  wig

Bergeweise Kompost lagert derzeit in der östlichen Leeheimer Feldgemarkung. Der Landwirt Werner Wald aus dem Riedstadt-Teil nutzt den per Lastzug angelieferten Stoff zur Düngung seiner Felder. Foto: Wulf-Ingo Gilbert

Vor vier Jahren haben die Leeheimer Landwirte Werner Wald und Karl-Heinz Kraft damit begonnen, ihre Äcker nach der Ernte zwischen Juli und August mit frischem Kompost zu düngen. Im Dreijahres-Turnus darf dies im Wechsel auf den verschiedenen von den beiden Landwirten genutzten Flächen passieren, berichtet Werner Wald auf ECHO-Nachfrage.

Die Folge, so Wald, sei eine ,,unheimliche Humussteigerung" auf diesen Feldern. In diesem Jahr ist deshalb wieder die etwa 150 Hektar große Fläche dran, die vor vier Jahren erstmals mit dem von Wald als Regenwurmfutter bezeichneten Kompost versorgt worden war. Rund 50 Kubikmeter werden pro Hektar aufgebracht.

Das dafür benötigte Material - zwischen 8000 und 10 000 Tonnen - wird derzeit von einem Transportunternehmen aus Kompostwerken in Wiesbaden und Mainz herbeigefahren. Dort ist das aus der Biotonnenabfuhr stammende organische Material in ,,einjähriger Kochzeit" aufbereitet worden. Es ist nach den Worten von Werner Wald geprüft und für die Landwirtschaft zugelassen. Zwischengelagert wird die Menge in der östlichen Leeheimer Gemarkung nahe einer Maschinenhalle. Dort türmen sich links und rechts des Feldweges große Kompostberge auf.

Hintergrund für den Komposteinsatz ist, dass die beiden Landwirte keine Tierhaltung mehr betreiben und deshalb keinen Stallmist mehr für die Düngung zur Verfügung haben. Begeistert zeigte sich Werner Wald beim Gespräch mit dem ECHO vom den Auswirkungen der natürlichen Düngung auf Pflanzenwuchs und Ernte. Verärgert ist er allerdings darüber, dass sich einige Zeitgenossen wie selbstverständlich an dem abgelagerten Kompost für den eigenen Gebrauch bedienen. Drei Euro pro Kubikmeter müssen die Landwirte für den Kompost bezahlen.

Die Stadtverwaltung Riedstadt hat in einer Pressemitteilung darauf hingewiesen, dass die Zwischenlagerung des Kompostes in Ordnung ist. Es könne allerdings zeitweise zu Geruchsbelästigungen kommen, die jedoch gesundheitlich völlig unbedenklich seien. Um den Ostring herum müsse man mit einem stärkeren Aufkommen an Transportfahrzeugen rechnen, da bis zu 4000 Tonnen Kompost angeliefert werden könnten. Falls an den Feldwegen Schäden entstehen, müssen diese vom Verursacher ersetzt werden - der aktuelle Zustand wurde daher vor Aufnahme der Transporte durch die städtische Baubehörde dokumentiert, so die Mitteilung abschließend.

Nach oben

Leichter Zuwachs

Hauptversammlung: Sängervereinigung Leeheim zieht Bilanz und bestätigt Vorstand

09. März 2010  |  kgr

LEEHEIM

Ihren Vorstand hat die Sängervereinigung 1853 Leeheim bei ihrer von 37 Mitgliedern besuchten Hauptversammlung im Amt bestätigt. Vorsitzender blieb Walter Jung, seine Stellvertreter sind Christel Kleinböhl und Gisela Kraus. Das Amt des Rechners hat Ernst Jung inne; Hans-Werner Wendland ist Schriftführer. Beisitzer bleiben Hannelore Thiel, Margot Tiedemann, Rosel Wendland, Christa Wiesenäcker, Ilse Winter, Elli Zimmerhakl, Karlheinz Reinhart und Walter Tiedtke. Rechnungsprüfer sind Elfi Rickert, Anni Zielke und Hans Reinhardt.

Zuvor freute sich Vorsitzender Walter Jung in seinem Vorstandsbericht darüber, dass die Mitgliederzahl zum ersten Mal seit vielen Jahren wieder gestiegen ist, wenn auch nur geringfügig. Vier neue aktive Mitglieder traten der Sängervereinigung bei.

Walter Jung würdigte auch, dass sich der Chor unter seiner neuen Leiterin Ljuba Kamuff im vergangenen Jahr erheblich verbessert habe. Kamuff hatte den Chor nach dem Tod von Michael Knögel übernommen und setze dessen erfolgreiche Arbeit fort. Es sei ein großes Glück, so eine hervorragende Chorleiterin zu finden, sagte Jung ihr Dank.

Auf dem Programm für dieses Jahr steht nach den Worten des Vorsitzenden unter anderem ein Kirchenkonzert am Sonntag (14.) in der evangelischen Kirche, bei dem neben dem Leeheimer Gesangverein auch Chöre aus anderen Orten auftreten werden. Darüber hinaus plant die Sängervereinigung im Juli ihr traditionelle Grillfest und einen Tagesausflug im Sommer zum Kaltwasser-Geysir nach Andernach.

Nach oben

Nistkästen nur zu 56 Prozent belegt

Jahresversammlung : Geflügelzüchter Leeheim bestätigen ihren Vorstand im Amt

13. März 2010  |  kgr

LEEHEIM.

Schon seit 20 Jahren prägt Klaus-Peter Dörr als Vorsitzender des Geflügelzuchtvereins ,,Vogelfreunde" Leeheim den Verein. Bei der Jahresversammlung am Sonntag (7.) bestätigten ihn die Anwesenden erneut in seinem Amt.

Zum stellvertretenden Vorsitzenden wählte die Versammlung Boris Schwarz, der zuvor das Amt des stellvertretenden Rechners bekleidet hatte. Neuer stellvertretender Rechner ist Ralf Reber, bislang zweiter Vereinsvorsitzender. Der weitere Vorstand wurde in seinem Amt bestätigt, darunter Frank Fischer als Schriftführer und Siegmar Köstler als Rechner.

Für das vergangene Jahr zog Dörr eine positive Bilanz: Mehrere Veranstaltungen habe der Verein organisiert, beispielsweise das traditionelle Schlachtfest, das Vatertagsfest und die Lokalschau. Aufgrund der erfolgreichen Veranstaltungen weist der Kassenbericht ein positives Ergebnis aus. Dem Antrag auf Entlastung des Rechners und des Gesamtvorstandes stimmten die Versammelten somit einstimmig zu.

Ehrenvorsitzender Willi Carl hob als Beauftragter für den Vogelschutz für den Stadtteil Leeheim hervor, dass 2009 erneut ein Storchenpaar in dem Nest in der Zuchtanlage brütete und von vier geschlüpften Jungstörchen drei ausflogen. Das Nest bestehe schon seit vier Jahren, sechs Störche seien mittlerweile dort groß gezogen worden, freute sich Carl. Er bedauerte allerdings, dass die 250 Nistkästen in und um Leeheim, die der Verein betreut, im vergangenen Jahr nur zu 56 Prozent belegt gewesen seien.

Zum Abschluss der knapp eineinhalbstündigen Veranstaltung ehrte der Geflügelzuchtverein Mitglieder für ihre langjährige Mitgliedschaft. Jessica Käßmann gehört dem Verein seit zehn Jahren an. Norbert Jost, Dietmar Roth und Natalie Carl sind seit seit 20 Jahren bei den Vogelfreunden, Siegmar Köstler und Robert Nold seit 25 Jahren. Dieter Arras wurde für 30 Jahre Mitgliedschaft geehrt.

Nach oben

"Sie sind die Seele des Vereinslebens"

Jahresversammlung: FC Germania Leeheim hält Rückschau auf 2009 und ehrt zahlreiche Mitglieder - Überlegungen werden zur Aufstockung des alten Sportheims angestellt

18. März 2010  |  kgr

LEEHEIM. 

Zu Ehrenmitgliedern des FC Germania Leeheim ernannt wurden bei der Hauptversammlung (von links) Marianne Melchior, Gerhard Hieke, Annemarie Jung und Elisabeth Schwarz. Vorsitzende Hannelore Pletz (Zweite von rechts) gratulierte. Foto: Robert Heiler

"Unsere Mitgliederzahlen sind im vergangenen Jahr leicht gestiegen", freute sich Hannelore Pletz, Vorsitzende des FC Germania 1907 Leeheim, über die positive Entwicklung im Verein. Die Bilanz stellte sie bei der Jahresversammlung des Vereins im ,,Rheintal" vor. Anfang 2010 gehörten dem Verein 1424 aktive und passive Mitglieder an. Mit 386 Mitgliedern war die Fußballsparte die mitgliederstärkste Abteilung, gefolgt von der Sparte Turnen mit 237 Mitgliedern.

In ihrem Bericht betonte Pletz weiter, wie wichtig ehrenamtliches Engagement für das Vereinsleben sei und dankte allen Ehrenamtlichen für ihre Mitarbeit. Erst durch den Breitensport und die Tatkraft der Ehrenamtlichen würden sportliche Leistungen möglich, stellte sie fest: ,,Ohne ihr Engagement würde sich auch im Spitzensport nichts bewegen." Neben den Trainern und Verantwortlichen würdigte Pletz auch den Einsatz der Eltern, die ihre Kinder zum Training bringen, Trikots waschen, Vereinsfeste mitorganisieren, Kuchen backen und sich mit ihren Kindern freuen und leiden. Pletz: ,,Sie alle sind die Seele des Vereinslebens."

In ihrem Bericht gab die Vorsitzende auch einen Ausblick. Nachdem vor neun Jahren die neue Sporthalle sowie ein Übungsraum eingeweiht wurden, halte der Zulauf an, so Pletz. Derzeit prüfe der Verein die Möglichkeit, das alte Sportheim aufzustocken und um einen Gymnastikraum zu erweitern. Hier könnten für jüngere Mitglieder Tanzen, Turnen, Ballett und Bauchtanz angeboten werden.

Zudem ließ Hannelore Pletz das vergangene Jahr Revue passieren. Sie freute sich, dass nach langer Zeit wieder der ,,Tanz in den Mai" angeboten werden konnte. Auch sah sie das traditionelle Bensheimerhoffest als einen der Höhepunkte 2009. Zudem erinnerte sie an den Grillnachmittag des Ältestenrates sowie an den Leeheimer Weihnachtsmarkt, an dem drei Abteilungen des Vereins teilgenommen hatten. Auch bezeichnete sie die Karnevalsveranstaltungen als zufriedenstellend.

Höhepunkt der Versammlung war die Ehrung langjähriger und verdienter Mitglieder. Zu Ehrenmitgliedern ernannte die Versammlung dabei Gerhard Hieke, Annemarie Jung, Marianne Melchior, Hans Nold und Elisabeth Schwarz.

Willi Carl, Werner Dörr, Franz Hieke, Gerhard Hieke, Franz Prokesch, Adam Wiesenäcker und Heinz Wilok sind seit 60 Jahren Mitglied. 50 Jahre gehören Hermann Fluhr, Klaus Laut und Horst Schorsch der Germania an.

Für 25 Jahre Mitgliedschaft geehrt wurden Doris Abraham, Reinhard Abraham, Werner Abraham, Claus Berwald, Rolf Egelhof, Iris Emig, Karin Fluhr, Wolfgang Grimm, Karlheinz Hebermehl, Stephan Hornung, Jürgen Kern, Waldemar Kowalewski, Heinz Mühlberger, Herbert Münch, Marcus Näther, Kristine Raffel, Felix Raiss, Günter Reinhardt, Anita Sattler, Hans Schwarz, Nina Schwarz, Paul Sponick, Sabine Steinmetz, Marga Webersdorfer, Rosel Wendland und Karin Winter.

Nach oben

Rezepte werden gleich mitgeliefert

Lebensmittel: Die Gemüsekiste in Leeheim versorgt Kunden im Abonnement mit Gemüse und Obst vom Biobauern

19. März 2010  | Von Anke Mosch

LEEHEIM. 

Biogemüse frei Haus liefert die Gemüsekiste aus Leeheim. Inhaberin Ute Zink-Iosi und Ehemann Mauro bieten mittlerweile neben und Obst auch Milchprodukte, Brot, Wurst, Fleisch, Getreide und Säfte. Foto: Robert Heiler

Der Mensch soll sich gesund und ausgewogen ernähren, reichlich knackfrisches Gemüse, Salat und Obst essen. Favoriten für den Einkauf saisonaler Produkte aus der Region sind landwirtschaftliche Direktvermarkter, die ihren Kunden nicht nur frische Waren, sondern auch meist freundlichen Service garantieren. Das ECHO stellt einige von ihnen aus dem Ried in lockerer Folge vor.
Die Gemüsekiste

Vorbestellung und Informationen unter der Telefonnummer: 06158-941740 oder im Internet: www.diegemuesekiste.de

Wirsing, Kohlrabi, ein Hokaido-Kürbis, Pastinaken, zwei Lauchstangen und Möhren stecken diesmal in der Kiste, obenauf liegen noch zwei Salatköpfe und als außersaisonale Exoten Cocktailtomaten. Alles garantiert aus biologischem Anbau und weitgehend der Jahreszeit entsprechend.

Einen Hofladen sucht man bei der Familie Zink-Iosi allerdings vergebens. Dafür kommt ,,die Gemüsekiste" mit frischem Biogemüse - und wer will auch Bioobst - im Abonnement-System ins Haus. Je nach Wusch einmal die Woche oder im 14-Tage-Rhythmus wird ein Überraschungspaket mit wöchentlich wechselndem Inhalt in einem der drei weißen Transporter ausgeliefert - wenn es so gewünscht wird.

,,Natürlich können sich unsere Kunden anhand unserer aktuellen Artikelliste im Internet die Kiste auch selber zusammenstellen, aber 80 Prozent bevorzugen ein festes Abo", erklärt Ute Zink-Iosi. Für diese macht es gerade den Reiz aus, sich Woche für Woche überraschen zu lassen. In der Kiste sind dabei auch immer unbekanntere Gemüsesorten, oft alte Sorten, die in Vergessenheit geraten sind. Dafür liegt dann auch in jeder Kiste ein Rezept mit Vorschlägen zur Zubereitung zum Beispiel einer Topinambursuppe oder eines Steckrüben-Auflaufs.

Ute Zink-Iosi und Ehemann Mauro Iosi versuchen bei den Rezepten einen goldenen Mittelweg zu finden: Nicht zu aufwendig in der Herstellung mit haushaltsüblichen Zutaten und doch anregend genug für begeisterte Hobbyköche. Ute Zink-Iosi stöbert für die Rezepte gern mal im alten Kochbuch ihrer Großmutter, und Mauro Iosi, der selbst leidenschaftlich gern kocht, steuert häufig Rezepte aus seiner italienischen Heimat bei.

Pastinaken, Mangold oder Winterpostelein lassen sich dank der Gemüsekiste (wieder)entdecken. Und was auf den ersten Blick aussieht wie braun gewordene Möhren sind in Wirklichkeit ,,Purple Haze", knackig-frisches Wurzelgemüse, das ähnlich wie Möhren verwendet werden kann. ,,Deswegen hatten wir einige Anrufe von Kunden, die wissen wollten, was wir ihnen da für olle Möhren eingepackt hätten", schmunzelt Mario Iosi.

Aber solche Irritationen sind die Ausnahme. ,,Das ist ja gerade das Besondere an der Kiste, unbekannte Gemüse zu entdecken. Früher haben Leute wirklich wegen der Bioprodukte die Kiste bestellt, mittlerweile mehr, weil wir Sachen anbieten, die man im Laden nicht so einfach bekommt", erklärt Ute Zink-Iosi. Wer bestimmte Gemüsesorten überhaupt nicht mag oder allergisch darauf reagiert, vermerkt das einfach bei der Erstbestellung - die Sachen landen dann garantiert nicht in der Kiste. Viele ihrer Kunden wollen sich durch das feste Abo auch selber zwingen, gesünder zu essen. ,,Mir sagen ganz viele, dass sie durch die Kiste mehr und abwechslungsreicher Gemüse essen."

Vor 15 Jahren begann das Ehepaar mit der Gemüsekiste, anfangs noch von Darmstadt aus und nur mit samstäglichen Auslieferungen mit gemieteten Anhänger. Nach und nach erweiterten sie das Angebot und ihren Aktionsradius, lieferten erst bis Griesheim, dann auch nach Wolfskehlen. Vor acht Jahren dann zogen sie mit den Kindern Laura und Luca (jetzt 13 und elf Jahre alt) nach Leeheim. Mittlerweile fahren fünf Teilzeitfahrer in drei Transportern von der Mainspitze bis nach Biblis und in den Odenwald hinein. Ausgeliefert wird je nach Ort an einem bestimmten Wochentag, die Kiste wird meist an einem vorher vereinbarten Ort abgestellt, so dass die Kunden nicht zuhause auf die Lieferung warten müssen. ,,Das klappt wunderbar, es ist noch nie etwas weggekommen", versichert Mario Iosi.

Hauptlieferant für das Biogemüse ist die Gärtnerei Laiseacker in Eberdingen. Mit dem Besitzer hatte die ausgebildete Gärtnerin Ute Zink-Iosi gemeinsam ihre Ausbildung gemacht, gemeinsam entwickelten sie die Idee mit der Abo-Kiste. Die Vorteile für beide Seiten liegen auf der Hand: Die Gärtnerei hat durch das Abo eine garantierte Abnahme und kann so auch seltene Gemüse anbauen. Das Ehepaar Iosi muss nicht Sorge haben, dass nicht verkauftes Gemüse welk und gammelig wird. Gepackt werden die Gemüsekisten nicht in Leeheim, sondern direkt am Hof frisch am Vortag des Auslieferungstages.

Die Leeheimer versuchen, so regional wie möglich zu arbeiten. Da sie aber Wert auf Bioanbau legen, mussten sie ihren Radius erweitern. In unmittelbarer Nähe gibt es keine Biohöfe, die in der von ihnen benötigten Menge und Vielfalt anbauen können. So kommen Obst und Säfte von der Familie Winkler in Brackenheim, Eier, Kartoffeln und Rindfleisch aus dem Odenwald und Milchprodukte aus dem Vogelsberg. Außerdem hat die Gemüsekiste auch noch das komplette Naturkostsortiment von Mehl und Müsli bis Zahnpasta im Angebot. Beliebt sind auch Spezialitäten wie die Schonkiste für stillende Mütter und Kleinkinder sowie die Rohkostkiste.

 

Engagiert in Turnen und Fußball

Ehrung: Landrat zeichnet Christa Hahn und Arnold Müller mit Verdienstorden aus

20. März 2010  |  wig

RIED. 

Die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland erhielt Christa Hahn aus Stockstadt am Donnerstagnachmittag bei einer Feierstunde im Groß-Gerauer Landratsamt von Landrat Enno Siehr (Mitte) überreicht. Das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens wurde Arnold Müller aus Leeheim verliehen. Foto: Robert Heiler

Hohe Auszeichnungen hat Landrat Enno Siehr am Donnerstagnachmittag bei einer Feierstunde im Groß-Gerauer Landratsamt Christa Hahn aus Stockstadt und Arnold Müller aus Leeheim überreicht.

Christa Hahn erhielt die Verdienstmedaille des Verdienstordens. Sie betreut seit 35 Jahren das Kinder- und das Mutter-und-Kind-Turnen bei der SKG Stockstadt und kümmert sich seit 1980 zudem um die Seniorengymnastik. Als Leiterin der Tanzgruppe, der Frauen-Gymnastikgruppe und der Walking-Gruppe hat sie sich weitere Verdienste um die Gesundheit ihrer Mitbürger erworben. Im Vorstand der SKG war sie über viele Jahre hinweg aktiv, und auch außerhalb ihres Heimatvereins, bei den Stockstädter Landfrauen und beim TSV Goddelau, hat sie sich Verdienste um Sport, Gesundheit und Gemeinschaft erworben, lobte Siehr in seiner Laudatio.

Das Bundesverdienstkreuz nahm Arnold Müller in Empfang. Er hat sich nach den Worten des Landrats Verdienste um die ,,schönste Nebensache der Welt" erworben. Seit 1963, also seit 47 Jahren, ist er dem Fußballsport ehrenamtlich verbunden. Er gehört seitdem ununterbrochen dem Vorstand des FC Leeheim an und wirkte im Verein unter anderem als Schriftführer, Rechner, Spielausschussvorsitzender, Beisitzer und zweiter Vorsitzender. Daneben hat er ungezählte Fahrten und Feste organisiert und namhafte Mannschaften zu Freundschaftsspielen ins Ried geholt.

Auf Kreisebene war Müller - so Siehrs Laudatio - unter anderem Kreiskassenwart und Klassenleiter sowie 18 Jahre lang Kreisfußballwart. ,,Kurzum ein Leben für den Fußball und ein ehrenamtliches Engagement, das seinesgleichen sucht", so Siehr.

,,Die heute zu Ehrenden haben dem Kreis Groß-Gerau und unserer Gemeinschaft unendlich viel gegeben: soziale Struktur, Lebensqualität, Funktionsfähigkeit und Wärme", hatte Enno Siehr zuvor festgestellt. Der Landrat nannte es eine Verpflichtung für Gesellschaft und Politik, auf allen Ebenen ehrenamtliches Engagement praktisch zu unterstützen und denen, die es ausfüllen, Anerkennung zu vermitteln. Darüber hinaus sei gerade auch die Wirtschaft gefordert - sie müsse ehrenamtliches Engagement zum Beispiel bei Bewerbungsverfahren endlich stärker honorieren.

Nach oben

"Glaube fest, dass dein Traum gelingt"

Theater: Leeheimer Grundschüler führen das Musical ,,Rotasia" auf und werben für Freundschaft und Neugierde

20. März 2010  |  kgr

LEEHEIM. 

In die Welt von Tausendundeiner Nacht entführten die Kinder der Leeheimer Grundschule am Donnerstagabend ihre mehr als 300 großen und kleinen Gäste beim Musical „Rotasia“ in der Sport- und Kulturhalle. Foto: Robert Heiler

,,Die Veranstaltung soll einmalig sein. Es soll einen Höhepunkt geben, der gefeiert wird", wünschte Brigitte Grün, Konrektorin der Grundschule Leeheim. Und ihr Wunsch ging in Erfüllung: Kaum waren die letzten Töne des Musicals ,,Rotasia" verklungen, herrschte auf der Bühne der Leeheimer Kulturhalle am Donnerstagabend Feierlaune. Die jungen Künstler sprühten vor Freude und ihre Erleichterung nach der gelungenen Aufführung war ihnen anzumerken. Auch unter den mehr als 300 Kleinen und Großen vor der Bühne war die Stimmung prächtig. Die Zuhörer waren begeistert und ließen die Schüler erst nach mehreren Zugaben von der Bühne ziehen.

Eine dreiviertel Stunde lang hatten Erst-, Dritt- und Viertklässler der Grundschule Leeheim das Publikum in die Welt von Tausendundeiner Nacht entführt. Prinz Shadi von Rotasia (gespielt und gesungen von Hannah Jung) war ziemlich aufgewühlt: Er hatte ein geheimes Buch ,,Die Länder der Welt" gefunden. Doch die ,,Roten" verspotteten ihn, denn jeder von ihnen wusste, dass es neben dem Land Rotasia kein anderes auf der Welt gibt. Auch die zwei Leibwächter des Prinzen (Bastian Arnold und Yasmin Sattler) die zusammenhalten ,,wie Ketchup und Mayonnaise oder wie Pech und Schwefel", wie einer der beiden immer wieder kundtat, behaupteten, dass das Buch nur Märchen enthalte.

Trotz allen Hohns träumte der Prinz davon, die fremden Länder zu finden. Sein Vater, der König von Rotasia (Justin Hoffmann), bestärkte ihn in diesem Traum, wusste aber auch, dass es manchmal viel Zeit und Mut braucht, bis sich ein Traum erfüllt. ,,Ganz egal, was auch geschieht, glaube fest daran, dass dein Traum gelingt", ermutigte schließlich der Grundschulchor den Prinzen, bevor der sich gemeinsam mit seiner besten Freundin (Hannah Schmalbach) auf die Suche nach dem Fremden machte und die Welt fand. Dabei entdeckte er, dass es neben den ,,Roten" auch die ,,Bunten" gibt.

Die Geschichte macht Mut, einen Traum zu haben, und ermutigt zugleich, Freundschaften mit verschiedenen Menschen zu schließen, neugierig auf Fremdes zu sein und Neues zu entdecken. Courage bewiesen auch die Grundschüler, die das Musical aufführten. Sie tanzten, sangen und spielten gemeinsam, aber auch in Solorollen.

Nicht alle von ihnen hätten sich, als vor mehreren Monaten die Proben begannen, gleich ihre Rolle zugetraut, berichtete Brigitte Grün, die das Stück inszenierte. Sie erinnerte sich, dass beispielsweise ein etwas zurückhaltendes Mädchen am Anfang gezögert habe, eine Rolle anzunehmen und es für einen Jungen eine große Aufgabe gewesen sei, seinen Text bis zur Aufführung zu behalten.

,,Bei der Besetzung der Rollen haben wir nicht unbedingt die Besten ausgewählt", erklärte Grün. Vielmehr sei es wichtig, dass Kinder die Möglichkeit haben, über die Musik Lebensfreude mitzunehmen. ,,Es ist oft erstaunlich, wie sich Kinder engagieren und mitmachen, die schulisch nicht so gut sind", freute sich die Konrektorin.

,, Besonders toll ist, dass hauptsächlich Drittklässler auf der Bühne standen", war Brigitte Grün zudem begeistert. Die Kinder hätten sich von Probe zu Probe gesteigert und bewiesen, über welche Ausdruckskraft sie verfügten - sowohl schauspielerisch als auch musikalisch.

Eine besondere Leistung zeigte Bastian Arnold an der Djembe, einer westafrikanischen Handtrommel. ,,Er hat uns die Schönheit der Djembe nahe gebracht", war Grün beeindruckt und erzählte, dass sie zuvor mit Schülern auf bespannten Zehnlitereimern getrommelt habe. Deren ,,Klang" sei natürlich keineswegs mit dem des Musikinstruments vergleichbar. Vielleicht könne aber mit den Musicalerlösen eines Tages eine Djembe für die Schule angeschafft werden. hoffte Grün. In den vergangenen Jahren sei bereits mit den Einnahmen der Aufführungen der Musikbereich der Schule aufgestockt worden. Drei Congas und ein E-Bass wurden gekauft. ,,Jetzt fehlt noch eine Djembe in unserer Sammlung", stellte die Konrektorin fest.

Für Grün ist es eines ihrer Steckenpferde, mit den Schülern jedes Jahr ein Musical einzustudieren. In diesem Jahr wurde sie dabei von Julia Gröger, einer Referendarin, und Hermann Grün unterstützt, die als Team die musikalische Leitung übernahmen.

Auch hinter den Kulissen trugen viele Helfer zum Gelingen der Aufführung bei. So stammte das Bühnenbild von Brigitte Schmidt. Detailgetreu hatte sie riesige Stoffe mit einer Stadt mit bunten Gebäuden, orientalischen Kuppeln und Türmchen bemalt. Die Eltern hatten zauberhafte Kostüme kreiert und geschneidert - Pluderhosen, Westen, Schnabelschuhe, Turbane und Umhänge, verziert mit glitzernden Pailletten und funkelnden Edelsteinen -, so dass sich insgesamt morgenländisches Flair in der Kulturhalle breit machte.

Nach oben

2009 rund 1200 Besucher

Jahresversammlung: Heimat- und Geschichtsverein Leeheim zieht Bilanz des vergangenen Jahres - Aus- und Umbauarbeiten kommen gut voran - Sammlung präparierter Tiere als Schenkung

25. März 2010  |  dirk

LEEHEIM.

49 Veranstaltungen bot der Heimat- und Geschichtsverein (HGV) im vergangenen Jahr an. Belegt wurde der Saal im Heimatmuseum zudem durch 18 Veranstaltungen der Landfrauen und an elf Nachmittagen von der Arbeiterwohlfahrt, die dort Seniorennachmittage abhielt. Diese Bilanz zog HGV-Vorsitzender Ludwig Jung bei der Jahresversammlung des Vereins.

Und die Besucherzahlen ,,zeigen ebenfalls, dass wir auf dem richtigen Weg mit dem Museum und mit unseren Veranstaltungen sind", erklärte Jung. Wie 2008 zählte der HGV im vergangenen Jahr etwa 1200 Museumsbesucher. ,,Unsere Arbeit", resümierte der Vorsitzende, ,,findet im weiten Umkreis viel Beachtung und Anerkennung bei Besuchern und Mitgliedern anderer Heimat- beziehungsweise Museumsvereine."

Das Erscheinungsbild des Museums wird besonders durch das Engagement des Werkstatt-Teams geprägt, wie Jung ausführte. Im vergangenen Jahr sei dieses mit der Neugestaltung des Handwerk raums beschäftigt gewesen. Einige Räume für mehrere Handwerksberufe - Schmied, Spengler, Wagner/Schreiner, Schuster/Sattler und Korbmacher - seien bereits fertig oder kurz davor. Zudem sei eine etwa 100 Jahre alte Bandsäge mit komplettem Riemengetriebe in Hanau-Steinheim abgebaut worden, um sie demnächst im Leeheimer Museum zeigen zu können.

Dass das Werkstatt-Team mit dem Ausbau nicht fertig wurde, hat laut Jung einen guten Grund: Man habe Umbau und Renovierung des Raumes überm Eingang vorgezogen, um Platz für eine weitere Attraktion zu schaffen. Heike und Dieter Wilhelm hätten dem Verein nämlich 35 präparierte Tiere als Schenkung angeboten. Diese Tiere würden in attraktiv gestalteten Vitrinen untergebracht.

Als ,,herausragendes Ereignis" des Vereinsjahrs 2009, in dem sich die HGV-Gründung zum 25. Mal jährte, nannte Jung das zweitägige Jubiläumsfest im Juli. Einen Film darüber zeigte Wolfgang Siebert zum Abschluss der Jahresversammlung.

Die Inventarisierung, so Jung weiter, ruhte während der Feiern. Dennoch komme die Arbeit gut voran. Fast 1500 Exponate seien mittlerweile beschrieben, beschriftet und fotografiert.

Das HGV-Bildarchiv enthalte 10 277 Datensätze. Und in die in die Datenbank integrierte Bibliothek seien 2463 Bücher aufgenommen. Auch Familienforschung werde beim HGV betrieben: Rund 14 200 Personen und mehr als 4200 Familien seien digital erfasst. Vier gebrauchte Computer, die der HGV aus den Beständen des Regierungspräsidiums Darmstadt gekauft habe, fassten diese Datenmengen.

Wer macht was im Vorstand?

Bei der Jahresversammlung des Heimat- und Geschichtsvereins (HGV) Leeheim wurde der Vorstand wiedergewählt. Das Gremium besteht aus Ludwig Jung (Vorsitzender), Wolfgang Grimm (Stellvertretender Vorsitzender), Eva Schween (Schriftführerin), Raingard Wiesenäcker (stellvertretende Schriftführerin), Ingrid Schorsch (Rechnerin), Angelika Jung (stellvertretende Rechnerin) und Gudrun Moldaner (Mitgliederverwaltung).

Als für Werkstatt, Hof und Gebäude zuständige Beisitzer fungieren Peter Nold, Edwin Losert und Hans Schwäch sowie die neu Hinzugekommenen Claus Böttger und Viktor Lutz. Als Beisitzer für Büro und Verwaltung wurden Heinrich Bonn, Hans Moldaner, Heidi Hensel und Wolfgang Siebert bestätigt, Ernst Jung, Armin Winter und Rainer Prokesch sind neu in diesem Team. Beisitzerinnen für Hauswirtschaft bleiben Anna Schwäch, Kätha Losert und Gisela Lauenroth, neu dabei sind Irmgard Nold, Tilli Schaffner und Marita Grimm. Der Ältestenrat besteht aus Heinrich Bonn, Rudolf Bonn, Peter Nold, Gerhart Thurn, Philipp Schäfer und Heinrich Petri.

Von den vielen HGV-Veranstaltungsterminen 2010 nannte Ludwig Jung die Weinprobe, die am 7. Mai auf dem Programm steht, sowie das Museumsfest am 4. Juli und den Jahresausflug am 15. August. dirk

Nach oben