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Schüler
der Grundschule Leeheim konnten unter 17 jahrgangsübergreifenden
Angeboten wählen
LEEHEIM. "Kinder für sich selbst und für andere stärken
und sensibilisieren" hieß ein Projekt, das Lehrer der Grundschule in
der Projektwoche anboten. Es stand unter dem Oberbegriff
"Gewaltprävention". Ziel sei es gewesen, die Aufmerksamkeit der
Kinder auf die kleinen Dinge zu richten, erklärt Schulleiterin Karin
Becker. Etwa: "Was kann der Andere, was ich noch nicht von ihm
weiß?" Erstmals seien alle 200 Schüler jahrgangsübergreifend in
die Projektarbeit eingebunden gewesen.
Die 17 Angebote zielten überwiegend auf den motorischen Bereich. Dazu hob
die Schulleiterin besonders das Engagement außerschulischer Kräfte
hervor. So hätten sich auch engagierte Bürger ohne eigene Kinder an der
Schule zur Mitarbeit bereit erklärt: Neben 14 Lehrerinnen leiteten
Mütter, Mitglieder der Wolfskehler DRK und der Leeheimer Feuerwehr, Trainerinnen
für Rope-Skipping und Tennis-Projektgruppen.
Eindruck auf die Kinder machten ein Erste-Hilfe-Kurs und die Besichtigung
der Rettungsleitstelle des Roten Kreuzes, der Besuch der Berufsfeuerwehr
in Rüsselsheim und die Naturerkundung auf dem Kühkopf. In der Schule
hätten die Projektgruppen Musikinstrumente, Schiffe und bewegliche
Modelle, Karussells aus alten Schallplattenspielern sowie Teddys
hergestellt. Abgerundet wurde das Angebot durch Akrobatik, Tischtennis,
Schattentheater und Kochen. Großes Interesse erweckte ein
Selbstverteidigungskurs.
Von Eltern gut angenommen worden sei ein Informationsabend zum Thema
"Jungens sind halt so - stark, laut, kämpferisch". Den Jungen
fehlten heutzutage zusehends mehr die Vätervorbilder, sei die Grundaussage
des Abends gewesen, so Karin Becker. In den Medien würden völlig irreale
Männertypen aufgebaut. Auch fehlten bis zum Ende der Grundschule meist
männliche Vorbilder, Knaben hätten daher immer seltener Bezug zu einem
realen Männerbild.
Fotografien aller Projektarbeiten sind noch bis Ferienbeginn in der Schule
zu besichtigen.
evs.
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