Heißluftballon löst Großeinsatz aus - Museumsfest im Regen - Roman Lochmann gewinnt Casting-Show
 
18. Juli 2011  | möb

Heißluftballon löst Großeinsatz aus

GEINSHEIM. 


Ein angeblich abgestürzter Heißluftballon bei Geinsheim sorgte am Freitagabend für einen Großeinsatz der Rettungskräfte.
Den abstürzenden Ballon wollte ein Geinsheimer von zu Hause aus gesehen haben und wählte den Notruf. Die Folge war die Alarmierung von insgesamt vier Feuerwehren, des hauptamtlichen Rettungsdienstes mit mehreren Fahrzeugen, wie auch des Treburer DRKs, des Polizeihubschraubers und weiteren Kräften des Kreises Groß-Gerau. Als die ersten Feuerwehrfahrzeuge am vermeintlichen Einsatzort zwischen Geinsheim und Leeheim eintrafen, staunten die Ballonfahrer nicht schlecht. Schließlich hatten diese nur eine ganz normale Landung auf einem Acker vorgenommen. Der Einsatz wurde daraufhin bereits nach wenigen Minuten abgebrochen.

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20. Juli 2011  | amo

Zelte schützen die Gäste vor Regen

Museumsfest: Leeheimer Heimat- und Geschichtsverein stellt außerdem eine neue Ausstellung zur Krankenstation vor

LEEHEIM. 

100 Jahre Krankenpflegestation Leeheim dokumentiert eine Sonderausstellung im Leeheimer Heimatmuseum, die am Sonntag beim Museumsfest  vorgestellt wurde.  Rosel und Hans-Werner Wendland erinnerten sich an einige der Gemeindeschwestern. Foto: Robert Heiler

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100 Jahre Krankenpflegestation Leeheim dokumentiert eine Sonderausstellung im Leeheimer Heimatmuseum, die am Sonntag beim Museumsfest vorgestellt wurde. Rosel und Hans-Werner Wendland erinnerten sich an einige der Gemeindeschwestern. Foto: Robert Heiler


Ludwig Jung, Vorsitzender des Heimat- und Geschichtsvereins (HGV), übte sich in Zweckoptimismus: „Ich hoffe, dass die Zelte heute Nachmittag auch noch Schatten spenden“, merkte er unter allgemeinem Gelächter an. Am Morgen beim Gottesdienst zur Eröffnung des Museumsfestes mit Begleitung von Posaunenchor und Frauenchor der evangelischen Kirchengemeinde dagegen boten die malerischen weißen Planen im Museumshof hochwillkommenen Schutz vor dem Dauerregen. Pfarrer Walter Ulrich hatte den Gottesdienst zum ersten Mal bei einem Museumsfest in Mundart gehalten. „Schee war’s“, stellte Jung danach fest, bevor er Philipp Schäfer für 25 Jahre Mitgliedschaft im HGV ehrte. Eigentlich sollte die gleiche Ehrung auch Hannelore Protz erhalten, die jedoch verhindert war.
Viele Besucher nutzten anschließend die Gelegenheit, auf Entdeckungstour durch das Museum zu gehen. In der Straße des Handwerks wurden immer wieder mal Maschinen in der hundert Jahre alten Schreinerei oder anderen Werkstätten angeworfen, und es entspann sich so manche angeregte Diskussion über Kindheitserinnerungen, etwa an die von Dampfungetümen betriebenen Dreschmaschinen früherer Zeiten. Bei der multimedialen Schau mit präparierten Tieren aktivierten nicht nur Kinder mit Begeisterung die Stimmen zu den entsprechenden Ausstellungsobjekten.
Ein großes Hallo gab es immer wieder bei der neu eröffneten Ausstellung „100 Jahre Krankenpflegestation Leeheim.“ „Ach, die Kristina und die Ute“, freuten sich Wilhelm und Roswitha Wald. „Kristina war sehr beliebt“, erinnerte sich Wilhelm Wald. „Sie ist Norwegerin und ist wieder in ihre Heimat zurückgekehrt.“

Aber auch Ute Reinhardt, die heute noch für die Stiftung Soziale Gemeinschaft Riedstadt als Krankenpflegerin aktiv ist, wird in Leeheim sehr geschätzt. „Sie hat meine Eltern und die meines Mannes gepflegt, sie hat eine ganz tolle Art“, sagte Roswitha Wald. Die letzte in der Reihe Leeheimer Krankenschwestern ist zugleich die erste „echte“ Leeheimerin. „Es hat mich sehr berührt, als ich bei der Vorbereitung feststellte, dass diese Frauen viele Jahre in Leeheim waren und sich sehr engagiert haben, obwohl sie nicht aus dem Ort kamen“, erklärte Ludwig Jung.
Die erste Krankenpflegerin in Leeheim war Anna Fanta, vermittelt von der evangelischen Kirchengemeinde aus dem Mutterhaus Barmen. Am 30. April 1911 wurde sie in ihr Amt eingeführt, Bäcker Ernst List stellte unentgeltlich eine Wohnung in seinem Haus in der heutigen Hauptstraße 49 zur Verfügung. Im Dezember 1910 hatte sich ein Großteil der Einwohnerschaft Leeheims für die Einrichtung einer Krankenpflegestation ausgesprochen. Eine große Notwendigkeit. „Es gab zu der Zeit keinen Hausarzt und keinerlei medizinische Versorgung“, erklärt Ehrenvorsitzender Heinrich Bonn. Die wäre aber dringend benötigt worden. So wütete von 1859 bis 1860 in dem Ort Nervenfieber und Diphtherie, 1889 gab es unter den Kindern eine Keuchhustenepidemie und nur ein Jahr später wurde Leeheim von der Influenza heimgesucht.
1935 starb Anna Fanta und im gleichen Jahr begann Margarethe Völger, die über Jahrzehnte die Krankenpflegestation leitete und 1964 ausschied. Ehrfurchtgebietend schaut sie von ihrem Foto auf den Betrachter herab, und so haben sie ältere Leeheimer auch in Erinnerung. „Sie war sehr streng“, erinnert sich eine Besucherin mit einem leichten Schaudern. „Fachlich bestimmt sehr kompetent, aber unnahbar.“

Von ganz anderem Kaliber war da Lina Kappes, die nach zweijähriger Vakanz 1966 die Krankenpflegestation übernahm, allerdings krankheitsbedingt ihre Tätigkeit vorzeitig beenden musste. Nachfolgerin wurde Rosemarie Scharack, die die Krankenpflegestation 1973 in ihrem Wohnhaus einrichtete. 1984 übernahm Kristina Kyritz die Aufgabe in Leeheim, angestellt wie ein Jahr später Ute Reinhardt von der Gemeinde Riedstadt.
1990 wurden die einzelnen Krankenpflegestationen in den Ortsteilen in die Verwaltung der Stiftung Soziale Gemeinschaft Riedstadt übergeben. Kristina Kyritz ging in ihre Heimat zurück, Ute Reinhardt ist bis heute bei der Stiftung angestellt.
Neben der Sonder- und den Dauerausstellungen boten am Sonntag Armin Winter und Wolfgang Siebert Einblick in die Leeheimer Familienforschung. Die Zelte dagegen schützten auch am Nachmittag eher vor Regen denn Sonne. Dort ließ es sich dennoch gemütlich essen und klönen.

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22. Juli 2011  | dirk

„Du hast mich wirklich umgehauen“

Gesangstalent: Der zwölf Jahre alte Roman Lochmann aus Leeheim gewinnt in der Castingshow „Wer wird Deutschlands Bester?“ den Titel des Kindersängers Nummer eins

LEEHEIM. 

Roman Lochmann hat bei Suche nach dem bundesweit besten Kindersänger elf Konkurrenten ausgestochen. Bärbel Schäfer moderierte die Castingshow  auf RTL2. Foto: RTL 2

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Roman Lochmann hat bei Suche nach dem bundesweit besten Kindersänger elf Konkurrenten ausgestochen. Bärbel Schäfer moderierte die Castingshow auf RTL2. Foto: RTL 2


Er schreitet lässig auf der Bühne auf und ab, während er den Hit „Fireflies“ von der Gruppe „Owl City“ singt. Zwischendurch wirft Roman Lochmann den Frauen in der Jury – der Moderatorin Ruth Moschner und der Sängerin LaFee – nette Blicke zu und klatscht deren Kollegen ab, den Schauspieler Pete Dwojak. Weshalb die Moderatorin der Castingsendung „Wer wird Deutschlands Bester?“, Bärbel Schäfer, die Showqualitäten des zwölfjährigen Leeheimers preist.
In der Endausscheidung des Kindersänger-Wettbewerbs, der am Mittwochabend vom Fernsehsender RTL2 ausgestrahlt wurde, bekam Roman 41 Prozent der Stimmen des Saalpublikums – und gewann damit vor dem 13 Jahre alten Henry aus Lübeck (36 Prozent) und Lilianne aus Osnabrück (23 Prozent). Aufgezeichnet worden war „Wer wird Deutschlands Bester ?“ bereits im April in Berlin-Adlershof.
In einem bundesweiten Casting hatte RTL2 zwölf Gesangstalente im Alter von sechs bis 14 Jahren ausgewählt. In der Sendung wurden sechs von ihnen in der ersten Runde ausgesiebt, als sie sich in Zweierduellen vor der Jury präsentierten. Roman sang „Irgendwas bleibt“ von „Silbermond“. Mit seinem Vortrag setzte sich der Gymnasiast, der die Groß-Gerauer Luise-Büchner-Schule besucht, gegen die elf Jahre alte Taya aus Hünfelden durch. Zuvor, im Aufenthaltsbereich hinter der Bühne, hatte der Leeheimer dem Co-Moderator Milos Vukovic erzählt, er habe einen Zwillingsbruder namens Heiko („der sieht mir sehr ähnlich“).
Bärbel Schäfer verriet dem Publikum später, dass der Zwölfjährige bei seinem ersten Auftritt vor 150 Zuschauern einen Lachanfall bekommen habe. In der Sendung passierte ihm das nicht. Auch nicht im Halbfinale, als es galt, mit einem prominenten Musiker im Duett zu singen. Roman interpretierte zusammen mit Bahar Kizil, früher Sängerin des Girltrios „Monrose“, den Rocksong „Ich lebe“ von Christina Stürmer. Daraufhin schwärmte Ruth Moschner: „Du hast mich wirklich umgehauen.“
LaFee sagte diplomatisch mit Blick auf Romans Konkurrenten, den zehn Jahre alten Nils: „Ich fand euch beide super.“ Nachdem Pete Dwojak die Entscheidung für Roman verkündet hatte, brach Nils in Tränen aus. Roman hingegen kam ins Finale und überzeugte das Publikum. Sein Siegerpreis: Roman darf einen Tag mit seiner Familie in Hamburg verbringen, dort das Musical „Der König der Löwen“ besuchen und einen Blick hinter die Kulissen dieser Produktion werfen.

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