Baumbinden beim OGV - Neujahrsrundgang in der Wolfskehler GemarkungJahreshauptversammlung Feuerwehr - Nächtlicher Hubschraubereinsatz

 Baumbinden 2010

Wie schon jedes Jahr wurde auch zum Jahresabschluss 2010 in der Obstanlage des Obst- und Gartenbauvereins Leeheim das traditionelle Baumbinden zusammen mit dem Heimat und Geschichtsverein durchgeführt. Gartenfreunde und interessierte Bürger aus Leeheim und der näheren Umgebung trafen sich hierfür in der Obst- und Versuchsanlage des Vereins in der Erfelder Straße. Der 1.Vorsitzende des OGVs Herr Karl-Heinz Mittelstadt begrüßte alle Gäste recht herzlich und erklärten ausführlich den Sinn und Zweck des Baumbindens:

"Mit dem Beginn des halbstündigen Glockenläutens der evangelischen Kirche Leeheim ab 16 Uhr soll der alte überlieferte Brauch des Baumbindens durchgeführt werden. Dazu wird langfaseriges Roggenstroh zu etwa zwei fingerdicken Seilen zusammengedreht, um diese Strohseile dann anschließend um die Stämme der Obstbäume zu binden." Die Herstellung der Strohseile wurde von Herrn Karl-Heinz Mittelstadt fachgerecht demonstriert damit nicht schon zum Ende Glockengeläutes die ersten Strohseile wegen mangelnder Fachkompetenz bei der Erstellung wieder von den Obstbäumen hinunterfallen.

Anschließend konnte jeder der ca. 50 anwesenden Gäste sein Glück selbst probieren, was natürlich besonders den Kindern reichlich Freude bereitete.

Nach dem überliefertem Brauchtum sollen die so gebundenen Bäume im darauf folgenden Jahr reichlich Obst tragen und zusätzlich sollen die Strohseile über den Winter das Ungeziefer zum Unterschlupf anlocken. Im Frühjahr werden dann die Strohseile wieder von den Bäumen entfernt und mit dem Ungeziefer verbrannt.

Die Geselligkeit kam bei dieser Veranstaltung natürlich auch nicht zu kurz. Bei Glühwein, Kinderpunsch und kostenlosem „Leehmer Fettbrot" wurden noch diverse Gespräche gepflegt, bevor man sich mit einem traditionellen „Guten Rutsch ins Neue Jahr" verabschiedete. , Einen herzlichen Dank an alle Helfer und Gönner des Vereins, ohne die auch diese Veranstaltung nicht so erfolgreich durchgeführt werden könnte.

Besonderer Dank geht an Werner Steinmetz, der das Schmalz für die „Leemer Fettbrote" und den Kirschglühwein von den Kirschen aus dem Vereinsgarten des OGV's gespendet hatte. Einen Dank auch an Familie Fries aus Büttelborn, die das langhalmige Roggenstroh zur Verfügung gestellt hatte.

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Neujahrsrundgang in Wolfskehlen

Die Gemarkung Wolfskehlen erkundeten am Sonntag die Teilnehmer beim Neujahrsrundgang des Leeheimer Heimat- und Geschichtsvereins. Foto: Robert Heiler

Auf Wolfskehler Gebiet waren am Sonntag eindeutig mehr Leeheimer als Ortsansässige unterwegs. Rund 65 Leeheimer stiegen um 9.45 Uhr an der Wolfskehler Kirche aus dem Bus, um sich in einer dreistündigen Wanderung geschichtlich Interessantes über den Riedstädter Nachbarstadtteil berichten zu lassen. Traditionell begibt sich der Leeheimer Heimat- und Geschichtsverein (HGV) um Neujahr herum auf ausgedehnte Geschichtstour, seit bei dem ersten Rundgang 1983 mit einer Wanderung zum Neujahrsloch an die Entstehung des Gewässers beim Dammbruch in der Neujahrsnacht hundert Jahre zuvor erinnert worden war.

Nun ging es zum ersten Mal hinaus aus der Leeheimer Gemarkung. „Ich habe vor einigen Jahren bei einem Treffen der Riedstädter Vereine angeregt, dass die Gemarkungsspaziergänge mal in anderen Stadtteilen stattfinden, damit die Leute Riedstadt besser kennen lernen. Nachdem sich lange nichts tat, waren im vergangenen Jahr die Wolfskehler bei uns und dieses Jahr sind wir sozusagen zum Gegenbesuch da“, sagt HGV-Vorsitzender Ludwig Jung und verweist auf noch einen Vorteil des nachbarschaftlichen Besuchs: „Nach so langer Zeit wird es ja auch allmählich schwierig, noch neue Ziele im eigenen Ort zu finden.“

Hans Schaffner, stellvertretender Vorsitzender des Wolfskehler Heimat- und Geschichtsvereins, führte die Leeheimer, denen sich auch einige Wolfskehler anschlossen, durch Ort und Felder. Beginn war natürlich an der Kirche, „die 1618 zu Beginn des verheerenden Krieges entstanden ist“, wie Hans Schaffner informierte. Allerdings habe es auch im Mittelalter schon ein Kirchengebäude in Wolfskehlen gegeben.

Am Ende des Zweiten Weltkrieges „hatten wir mehr Glück als die Leeheimer, nur der Kirchturm wurde stark beschädigt.“ Dafür brannte 1862 die neben der Kirche stehende Zehntscheune ab, das Feuer griff auf den Kirchturm über, „so dass die Glocken durch die Hitze läuteten, und schließlich stürzte der Turm auch noch in das Kirchenschiff.“

Auf dem Weg raus aus dem Ort Richtung Grillhütte ging es vorbei „an der höchsten Erhebung in Riedstadt“ - dem ehemaligen Müllberg, der auch an diesem Vormittag rege als Rodelbahn genutzt wurde - und der Streuobstwiese, die 1992 von der Gemeinde Riedstadt gestiftet wurde. Sie wird gemeinsam von Kleintier- und Vogelschutzverein und Angelsportverein betreut.

Da die Gruppe zu schnell unterwegs und der versprochene Glühwein in der Grillhütte noch nicht warm genug war, ging es direkt weiter zum Weilerhof im Norden Wolfskehlens. Der auf einer Insel des alten Neckarlaufs gelegene Hof „galt als einer der schönsten Gutshöfe im Ried und ist es dank seiner neuen Besitzer auch wieder geworden“, erklärte Hans Schaffner. „Das mit viel Liebe zum Detail restaurierte Hofgut zählt zu den ältesten besiedelten Gebieten in unserem Raum.“

Bereits 1435 wurde der Weilerhof erstmals urkundlich erwähnt und war unter anderem im Besitz des Erzbischofs von Mainz, des Landgrafen von Hessen und der Fürsten von Kronberg. 1886 erwarb Gustav Dehlinger, „der Deichhauptmann des Rieds“, der sich einen Namen bei der Riedentwässerung gemacht hatte, das Anwesen. Er führte viele moderne landwirtschaftliche Maschinen ein, unter anderem eine Feldeisenbahn von drei Kilometern Länge bis zum Dornheimer Bahnhof zum Transport von Zuckerrüben. In späterer Zeit wurde auf einem Teil des Geländes Kies abgebaut, auf einem anderen Teil war bis vor einigen Jahren eine große Hühnerfarm.

2004 kaufte Rudolf Leissler das gesamte Hofgut mit der Gemarkung Kohlhecke und ließ es grundlegend renovieren. Ulrike Leissler bat nach den Ausführungen Schaffners zu einem Schnäpschen in die ehemalige Scheune - nun vor allem Ausstellungshalle für Jagdtrophäen aus Afrika und heimischen Feldern -bevor es weiterging über Dornheimer Gebiet zur Hohen Brücke. Diese entstand 1749 und war Teil des Verbindungsweges von der Residenz Darmstadt zum Schloss Dornberg, Sitz des landgräflichen Amtmannes, erklärte Schaffner.

Am Angelsee vorbei marschierten die Leeheimer zurück zur Grillhütte, wo es heißen Glühwein und Kaffee nebst Gebäck gab. Zurück in Leeheim, ließen sich die Wanderer im Heimatmuseum noch ein deftiges Mittagessen mit Suppe, Würstchen und Brötchen schmecken.

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26. Januar 2011  |  kgr

Gestürzte Kuh aus Melkstand gerettet

Hauptversammlung: Leeheimer Feuerwehr blickt auf Einsätze im vergangenen Jahr zurück, ehrt und befördert

LEEHEIM. 

Seit 40 Jahren ist  Heinrich Härter (rechts) bei der Leeheimer Feuerwehr aktiv. Vom Feuerwehrverband erhielt  er dafür bei der Hauptversammlung das goldene  Brandschutzehrenzeichen, das Kreisbarndinspektor Markus Staubach überreichte. Foto: Robert Heiler

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Seit 40 Jahren ist Heinrich Härter (rechts) bei der Leeheimer Feuerwehr aktiv. Vom Feuerwehrverband erhielt er dafür bei der Hauptversammlung das goldene Brandschutzehrenzeichen, das Kreisbarndinspektor Markus Staubach überreichte. Foto: Robert Heiler

 

Die Feuerwehr Leeheim hat binnen Jahresfrist die Zahl ihrer aktiven Frauen deutlich erhöht, berichtete Jürgen Dörr bei der Jahresversammlung. Ende 2010 zählte die Einsatzabteilung 79 Mitglieder, darunter drei Frauen, so der Vorsitzende und Wehrführer. Im Vorjahr seien lediglich zwei Frauen unter den Aktiven gewesen. Zusammen mit den Mitgliedern der Alters- und Ehrenabteilung, der Jugendfeuerwehr sowie den passiven Mitgliedern lag der Mitgliederbestand zum Jahresende 2010 bei 691.

Dörr zollte allen Mitgliedern Dank für ihre Arbeit. Die Einsätze im vergangenen Jahr hätten gezeigt, wie „vielfältig die Aufgaben der Feuerwehr“ sind. Exemplarisch erwähnte der Kommandant den Einsatz nach einem Frontalzusammenstoß zweier Autos in der Nähe des Bensheimerhofs, bei dem Insassen schwer verletzt wurden, die Rettung einer Kuh, die in einen Melkstand gestürzt war, die Öffnung einer Wohnung, in der ein vermisster Mann tot aufgefunden wurde, und die Bekämpfung eines Brandes, den zündelnde Jugendliche verursacht hatten.

2010 wurde die Leeheimer Wehr zu 25 Einsätzen alarmiert, darunter zwei Brände, 18 Hilfeleistungen und drei Fehlalarme. Zudem rückte die Wehr drei Mal mit dem Mannschaftstransportfahrzeug riedstadtweit aus. Das summierte sich zu insgesamt 308 Einsatzstunden. Zudem gab es neben Brandsicherheitsdiensten Schulungen und eine stadtteilübergreifende Übung mit der Wolfskehler Wehr.

Für Ausbildung in Lehrgängen und Seminaren wie Deichverteidigung, Löschen von Fotovoltaikanlagen sowie Brandbekämpfung und technische Hilfeleistung auf Bundeswasserstraßen wandten die Feuerwehrleute 222 Stunden auf. Das sei zwar der geringste Wert innerhalb der vergangenen zehn Jahre, bedauerte Dörr, jedoch nicht besorgniserregend, denn der Ausbildungsstand in Leeheim sei bereits sehr hoch.

„Daneben nahm auch die Schulung der ganz Kleinen wieder einen erheblichen Teil im Terminkalender ein“, freute sich Dörr. Mehrere Kindergartengruppen besuchten die Feuerwehr. Neben dem Schlacht- und dem Grillfest erinnerte er an die Arbeit der Projektgruppe „Fahrzeugbeschaffung“, die den Ersatz des 25 Jahre alten Löschgruppenfahrzeugs vorbereitet.

Jugendwart Michael Simon dankte in seinem Bericht, den Jugendbetreuer Achim Feldkord verlas, allen Sponsoren für ihre Unterstützung. „Für eine gute Feuerwehraufbauarbeit, die auch abwechslungsreich ist, brauchen wir nicht nur Geld, sondern auch tatkräftige Unterstützung“, hieß es in dem Bericht. Die Jugendfeuerwehr habe sich im vergangenen Jahr zu 16 theoretischen und 20 praktischen Unterrichten getroffen und sei zudem beim Leeheimer Weihnachtsmarkt, einem Riedstadt-Zeltlager und dem Martinsumzug der evangelischen Kindertagesstätte Leeheim aktiv gewesen.

Anschließend wählten die Mitglieder Sven Lochmann zum Nachfolger von Rechner Torsten Reißner. Christian und Daniel Luley wurden zu neuen Kassenprüfern berufen. Danach zeichneten Wehrführer Dörr und Kreisbrandinspektor Markus Staubach Heinrich Härter, Wilhelm Lohr und Ludwig Schaffner mit dem goldenen Ehrenzeichen des Bezirksfeuerwehrverbandes aus. Das silberne Brandschutzehrenzeichen am Bande für 25 Jahre aktive Mitgliedschaft erhielten Werner Seipel und Mario Wolf. Seit 50 Jahren ist Dieter Dörr Mitglied im Feuerwehrverein, dem Ursula Behrends, Jens Bonn, Ralf Bonn, Frank Fischer, Frank Jung, Gerda Meister, Frank Mittelstädt, Stefan Moldaner, Stefan Reinhardt,Günther Schwäch, Maritta, Sina und Reimund Stotz seit 25 Jahren angehören.

Zudem beförderte Stadtbrandinspektor Klaus Hochmuth Fabian Grygel zum Oberfeuerwehrmann. Sven Härter und Lukas Nehrig wurden in die Einsatzabteilung übernommen und erhielten als Willkommensgruß einen Gabelschlüssel, der, wie Dörr schmunzelnd bemerkte, sofort in ihre Einsatzjacken wandern sollte.

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24. Januar 2011  |  ars

Nächtlicher Hubschraubereinsatz

Unfall: Autofahrer beschädigt in Leeheim Pkw und flüchtet - Polizei vermutet Verletzte

LEEHEIM. 

 

Ein Hubschrauber kreiste in der Nacht zum Samstag längere Zeit über Leeheim und weckte einige Bürger, die beunruhigt bei der Polizei anriefen. Der Grund für dessen Einsatz war ein Astra, der laut Polizeibericht gegen 1.25 Uhr die Hauptstraße aus Wolfskehlen kommend in Fahrtrichtung Geinsheim entlang gefahren war. Weil er offenbar zu schnell unterwegs war, verlor der Fahrzeugführer in der Linkskurve, Höhe Hausnummer 38, die Kontrolle über das Fahrzeug, schleuderte zunächst nach links über die Gegenfahrspur hinweg und streifte ein geparktes Auto. Anschließend schob er zwei weitere Fahrzeuge aufeinander, die etwa 20 Meter entfernt von der ersten Kollisionsstelle abgestellt waren. Hiernach wendete der Unfallverursacher seinen erheblich beschädigten Pkw und flüchtete Richtung Wolfskehlen.

Ein Zeuge konnte das Kennzeichen erkennen, welches mit dem an der Unfallstelle zurückgebliebenen Kennzeichen übereinstimmte. Die sofort eingeleiteten Ermittlungen führten weder zum Auffinden des beschädigten Opels noch der Insassen, wobei bei ihnen schwere Verletzungen nicht ausgeschlossen werden konnten. Daher wurde zur Suche ein Polizeihubschrauber eingesetzt.

Den entstandenen Schaden schätzt die Polizei auf 10 500 Euro. Die Ermittlungen dauern noch an.

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