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Sehen woher unser Essen kommt
Hausschlachtung - Heimat- und Geschichtsverein und die Volkshochschule im Ried hatten eingeladen

LEEHEIM Unter dem Motte "Ein Schwein wird geschlachtet", zeigten Hans Moldaner und Willi Reitz am Samstag auf dem Museumsgelände eine Hausschlachtung, wie sie früher üblich war. Eingeladen zu der Veranstaltung hatte der Heimat- und Geschichtsverein (HGV) sowie die Volkshochschule im Ried. Die Hauschlachtung gehörte zur VHS-Reihe "Traditionelle Ernährungsweisen im Ried". Volkshochschulleiter Gerold Hartmann erklärte den Besuchern, darunter sieben jungen Leuten, das vorrangige Ziel: Interessenten den Werdegang eines Schweines näher zu bringen - vom artgerechten Halten und Füttern bis zum Schlachten und Verarbeiten. Das an diesem Morgen geschlachtete acht Monate alte und 170 Kilogramm schwere Schwein wurde von Landwirt Theo Steinmetz großgezogen. Zwei Teilnehmer, Stephan Finkel (35) und Rupert Helbig (32) aus den vereinigten Staaten, erklärten ihre Motivation, bei dem VHS-Kurs dabei zu sein: "Wir wollten einmal eine Hausschlachtung miterleben und sehen woher unser Essen kommt. Überrascht waren wir, wie schnell alles verarbeitet wird". Der Elektriker Bernd Maul (49) stammt aus einer Metzgerfamilie und wollte sich das Procedere wieder in Erinnerung bringen. Kursteilnehmer und Besucher durften am Ende die frischen Produkte der Hausschlachtung probieren: Mett, Hacksteak, Wellfleisch.
Vorsitzender Heinrich Bonn erklärte: Eine Hausschlachtung, bis in die sechziger Jahre in nahezu jedem Haushalt praktiziert, sei früher die billigste Selbstversorgung gewesen.
Das Schwein sei jeweils zum Jahresende geschlachtet worden. Mit den daraus gewonnenen Produkten (Wurst, Schinken, Fett und Schmalz) sei der Vorrat für das folgende Jahr geschaffen worden. Das Fleisch wurde als Pökelfleisch eingelegt, die Wurst in Därmen und das Pökelfleisch zu Schinken geräuchert worden. evs 

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Donnerndes "Leeheim Helau"
Kappenabend - Carnevalsverein bietet fünfstündiges närrisches Programm

LEEHEIM  Die Narren waren los, als sich Samstag um Mitternacht Elferrat und Akteure nach dem fünfstündigen Kappenabendprogramm des Leeheimer Carnevalsvereins (LCV) bei Wunderkerzen, donnerndem "Leeheim - Helau" und flotten Klängen des Alleinunterhalters Roland Antoniuk von den tanzenden und schunkelnden Karnevalsfreunden verabschiedeten. Schunkelparaden und der Musikzug des FC Germania brachten die Gäste auf Touren. So gab's denn auch gleich anerkennende Pfiffe und Zugaberufe für die schmissige  Darbietung  der "El-Majar"-Polka der "Twisters". Nach dem etwas ungewöhnlichen Protokoll vo Gustav Kauer war in dem vom Sitzungspräsidenten Horst Reinhardt geleiteten Programm  die Bühne frei für weitere Tanzerei. Es überzeugte die erst im Dezember ins Leben gerufene Tanzgruppe "Fire" mit einem beachtlichen Showtanz. Als "Oster-Mann" einer Mischung aus Osterhase und Weihnachtsmann, philosophierte Stefan Fillauer in der Bütt über den kommerziellen Aspekt dieser christlichen Feste: "Schon im September gibt's den Nikolaus, das hältst du doch im Kopf nicht aus!"
Etwas Besonderes hatten sich die "Outdoor-Dancers" und Marlies Schorsch als "Hüpfdohlen-Dompteuse" im FC-Germania zu ihren närrischen Jubiläen ausgedacht. Flottgereimt ließ die langjährige Übungsleiterin ihre Erfahrungen Revue passieren. Nicht nur mit den Füssen flink, sondern auch mit der Stimme präsentierte sich die Tanzgruppe mit selbst kreierten Versen der begeisterten Menge. Tosender Applaus war ihnen sicher. Gebührend geehrt wurde auch die gesamte Kreativabteilung des LCV, darunter Anja Schorsch als Co-Trainerin sowie Martina Dörr für die "Twisters", Ulrike Urban für "Fire" und Jessica Koch für "Disaster".
Den Höhepunkt des ersten Programmteils erlebte die Narrenschar mit Jochen und Eric Heddäus als "Jubilar und Reporter". Mit Lachtränen ind den Augen quittierte das Publikum deren pointenreiches Zwiegespräch, ehe sich der Elferrat als "zehn kleine Negerlein" in die Pause verabschiedete.
Funkenmariechen Anja Schorsch und Nicole Nold erhielten Ovationen zum Lohn für ihre gekonnte Tanzdarbietung "Die Bajadäse". Zum Schmunzeln war's, als Thorsten Simon und Klaus Schwarz von der Laienspielgruppe bissige Nettigkeiten in "Szenen einer 30-jährigen Ehe" austauschten. Begeisterungsstürme  löste anschließend die Gemeinschaftsdarbietung des Männerballetts "Disaster" und der "Twisters" aus, ehe Hannelore Lessenich und Irmgard Steinmetz als zwei Weltreisende das Podium erklommen. Unterstützt von Ulrike Urban und Adam Lessenich boten sie nach ihrem Dialog mit Baströckchen und Hula Reifen Südseetänze der Extraklasse.
Das närrische Publikum für sich zu gewinnen wussten auch die Kerweborsch, dei als "No Angels" daherkamen. Als "Schulmädchen mit überdurchschnittlicher Intelligenz" strpazierte schliesslich das Urgestein der Leeheimer Fastnacht, Albert Müller, die Lachmuskeln der Narrengemeinde. Zum großen Finale trugen "Outdoor-Dancers", Fairytales" und "Disaster" eine Stomp-Darbietung vor. Dann gab's Tanz für alle. evs

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Hinweistafeln, die beim Heimat- und Geschichtsverein lagern, sollten am Samstag an den drei Ortseingängen aus Richtung Wolfskehlen, Erfelden und Geinsheim aufgestellt werden. Trotz fester Zusagen kamen nur zwei der angekündigten Helfer, wie Georg Weiß erklärt. Zu wenig, um die schweren Schilder zu bewegen. Nun werden die Tafeln am nächsten Samstag aufgestellt. Zwölf Vereine beteiligen sich an den Kosten für die je rund 3000 Euro teuren Schilder, auf denen das Leeheimer Wappen und ein Motiv der Leeheimer Kirche zu sehen sind.                                                             Foto: Robert Heiler

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Appell: Gräben pflegen
Grundwassersituation - Leeheime CDU-Ortsverband informiert über die Problematik und die Verbesserungsvorschläge der Christdemokraten dazu

LEEHEIM  Die Grundwasserproblematik im hessischen Ried war am Freitag Thema eines vom CDU-Ortsverband im Gasthaus "Zum Rheintal" organisierten Informationsabend. Der Kreistagsabgeordnete Wilhelm Wald referierte.
Es sei noch gar nicht lange her, da hätten im Südkreis Groß-Gerau, bedingt durch hoho Trinkwasserentnahmen und geringe Niederschlagsmengen, katastrophale Zustände geherrscht. Absenkungstrichter hätten sich gebildet, Setzrisse seien an Häusern entstanden.
Jetzt aber gebe es - auch durch höhere Niederschlagsmengen im Odenwald - einen Grundwasserrückstau. Es seien wie schon im Vorjahr im  Kreis gr0ss-Gerau zahlreiche Vernässungsschäden durch den gestiegenen Pegel offenkundig.
Diese seien in erheblichem Maße  darauf zurückzuführen, dass das System von Gräben und Bächen in den vergangenen Jahren nicht mehr im notwendigen Umfang gepflegt worden sei. Nur wenn die Bach- und Entwässerungssysteme kurzfristig in vollem Umfang in Funktion gesetzt würden, lasse sich die Situation für die betroffenen erheblich verbessern, sagte Wald.
Das Leeheimer Grabensystem, gepflegt vom Astheim- Erfelder Entwässerungsverband, sei im wesentlichen in Ordnung, räumte Wald ein. Allerdings seien vor allem am Sportplatz, wo die Gemeinde Riedstadt zuständig sei, Versäumnisse festzustellen. Deshalb appellierte Wald an seine Fraktion, einen entsprechenden Antrag an die Kommune zu richten.
Um weitere Wasserschäden in Haus und Flur zu vermeiden, stelle die CDU-Fraktion im Kreistag auch die Forderung, weiteres großflächiges Freilegen von Grundwasser zu verhindern. Das versickern aus Zisternen dürfe nur dort gestattet werden, wo keinerlei Schäden zu befürchten seien. Eine gewisse Eigenverantwortung falle auch künftigen Hausbesitzern im Ried zu. Wer in Gebieten wie  "Im Teich",  "Im Meerchen" oder im Ententeich baue, müsse sich über die feuchte Bodenbeschaffenheit im Klaren sein.
In einem Thesenpapier zum Hochwasserschutz im Kreis Groß-Gerau hebe er festgehalten, dass die frühere Planung eines Groß oder Fließpolders in den Gemarkungen Trebur und Leeheim endgültig nicht weiter zu verfolgen sei. Die zerstörten Dämme im Gebiet Kühkopf- Knoblochsaue müssen repariert und die vorhandenen Sommerpolder in den aktiven Hochwasserschutz einbezogen werden, so die Forderung. Der Vorschlag der Gemeinde Trebur, in den Sommerauen durch die Erhöhung der vorhandenen Sommerdeiche einen gesteuerten Polder zu schaffen, sei ernsthaft zu prüfen, erklärte der Referent.

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Keiner will Vorsitz übernehmen
Trotz langer Debatten findet sich im 178 Mitglieder starken Leeheimer Gartenbauverein 
kein Nachfolger für Willi Baumann

LEEHEIM  Die Wahl des Vorsitzenden musste am Montag bei der Jahresversammlung des Obst- und Gartenbauvereins (OGV) vertagt werden. Es fand sich kein Nachfolger für Willi Baumann, der sich nach zwölf Jahren in diesem Amt nicht mehr in der Lage sieht, dem Verein neue Impulse zu geben.
Der bis auf weiteres kommissarisch fungierende wurde um ein aus sechs Mitgliedern bestehendes Gremium erweitert. Dessen Aufgabe wird es sein, sich um Baumanns Nachfolge zu bemühen. Der Verein hat 178 Mitglieder, davon acht Jugendliche und 60 Personen, dei älter als 70 Jahre sind.
In seinem Jahresrückblick zog Baumann eine positive Bilanz. Im Vorjahr sei mit der Domänenverwaltung des Landes Hessen im Forstamt Groß-Gerau ein neuer Pachtvertrag abgeschlossen worden. Demzufolge habe der OGV nun einen Pachtzins von acht Cent pro Quadratmeter zu bezahlen. Dazu gewähre die Gemeinde Riedstadt einen Zuschuss. Die Pflegeverträge Grünland und Baumpflege im Streuobstbereich des Vereins an der Erfelder Straße seien gekündigt und ein neuer Fünfjahresvertrag ausgearbeitet.
Im übrigen blickt der Verein auf ein erfolgreiches Gartenjahr mit einen gesunden Zwetschgenernte zurück. Demgegenüber habe die Apfel- und Birnenernte die Erwartungen nicht erfüllt. Sehr gut von der Bevölkerung angenommen worden seien die angebotenen Schnittkurse und die alljährlichen Veranstaltungen.
Darüber hinaus verwies Baumann auf die Gartenrunden des Vereins für Mitglieder und Gartenfreunde. Jeden zweiten Montag im Monat treffen sich in der warmen Jahreszeit Interessierte zum Meinungsaustausch in der Obstanlage. 

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