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Kopie aus dem Codex
Museumsfest
- Neues
Exponat im Museum ist die Urkunde mit Leeheims Ersterwähnung
LEEHEIM. In
der renovierten Scheune des Heimatmuseums enthüllte am Sonntag beim
Museumsfest HGV-Ehrenvorsitzender Heinrich Bonn eine Kopie der in Latein
verfassten Schenkungsurkunde aus dem Lorscher Codex, in der der Name
Leeheim zum ersten Mal dokumentiert ist.
Klöster erhielten im Mittelalter von Begüterten riesige Schenkungen,
erklärte Bonn. Damit wollten diese ihr Seelenheil erkaufen. Die Lorscher
Mönche hätten solche „Gaben“ sorgfältig in einzelnen Urkunden
dokumentiert, die dann 400 Jahre später in einem Buch zusammengefasst
worden seien.
Der Text des Leeheim betreffenden Dokuments lautet frei übersetzt:
„Gabe des Dodo in Leeheim, geschehen im 15. Jahre der Regierungszeit des
Königs Pippin, als Grundelach des Klosters Abt war. Im Namen Gottes, des
Herrn, gedenke ich, Dodo, meiner Verfehlungen .... Deshalb
schenke ich .... sowohl durch diese Schenkungsurkunde als auch durch mein
Testament .... meinen
Besitz im Ort Leeheim genannt, nämlich ein Gut mit allem was zu dem Gut
gehöret ..... das alles übergebe und übertrage ich ganz und vollständig
am gegenwärtigen Tage aus meinem Recht in das Recht und die Herrschaft
des heiligen Herrn Christus. Geschehen im Kloster Lorsch, unterm 8. Tage
des Monats Mai.“ Pippin habe sein Amt 751 angetreten, ergänzte Bonn. So
könne man die Urkunde auf das Jahr 766 datieren.
Als Besonderheit präsentierte anschließend HGV-Vorsitzender Ludwig Jung
das von Georg Weiß im Fußboden der Scheune eingearbeitete Mosaik des
Leeheimer Wappens.
evs
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Leeheims erste urkundliche
Erwähnung im
Lorscher Codex ist Herzstück einer Sonderausstellung, die am Sonntag beim
Museumsfest des Heimatund Geschichtsvereins vorgestellt wurde. Die
Urkunde, die Vorsitzender Ludwig Jung (links) während eines Rundgangs
Helma und Werner Glock zeigt ist allerdings nur eine Kopie.
FOTO:
ROBERT HEILER
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„Altes
mit Leben füllen“
Pfarrfest - Festgottesdienst mit Beispielen für steinalt und
quicklebendig - Preise der besonderen Art bei der Tombola für einen guten
Zweck
LEEHEIM. „Steinalt und quicklebendig“ lautete das
Motto des Festes der evangelischen Kirchengemeinde am Sonntag. Was auf den
ersten Blick gegensätzlich erscheint, sollte verbunden werden. „Wenn möglichst
viele mitmachen, wird’s lebendig“, sagte Pfarrer Jürgen Bode.
Gedanken zur Umsetzung einer „zeitgemäßen Gottesdienstgestaltung“
hat sich seit längerem der „Arbeitskreis Kirche 2000“ gemacht, wie
eine Stellwand im Innern der Kirche zeigte. Das Konzept sieht ein größeres
Miteinander vor, indem der Gottesdienst persönlicher und
abwechslungsreicher gestaltet werden soll.
Wie das funktionieren kann, bewies der Festgottesdienst am Morgen: rund
120 Gläubige wohnten der einstündigen Veranstaltung bei, die mit
Posaunen-, Gospel- und Frauenchor eine musikalische Seite erhielt. Neben
Pfarrer Bode wirkten Konfirmanden und Kirchenvorstand am Geschehen mit.
Schließlich war die Gemeinde aufgefordert, Beispiele für steinalte und
quicklebendige Seiten ihrer Kirche zu sammeln. Auf bunten Zettelchen
fanden sich bald ebenso bunte Meinungen an der Pinnwand wieder. Zwischen
denjenigen, die eigentlich keine großen Veränderungen wünschten, und
anderen, die das „Outfit des Pfarrers als steinalt einstuften oder die
„kalten und harten Sitzbänke“ gerne austauschen würden, gab es
einige Stimmen, die sich öfter so einen Gottesdienst wünschten, „die
Kirche voll und lebendig“. Wichtig sei, so Pfarrer Bode, nicht zu sagen,
dass Altes nicht mehr gelte. Vielmehr erlange es noch mehr Bedeutung, wenn
man es mit Leben fülle.
Nach dem Gottesdienst gab es Gegrilltes und Salate, unter dem Motto „Konfis
helfen Flutopfern“ wurden Lose verkauft. Der Erlös gehe direkt an die
evangelische Jugend im Landkreis Wittenberg, deren Räume nach der
Hochwasserkatastrophe dringend renoviert und neu eingerichtet werden müssten,
erklärte Bode. Preise der besonderen Art erwarteten die Gewinner: ein
Geburtstagsständchen vom Chor, Autowaschen durch die Jugendgruppe, und für
den guten Zweck kommt der Pfarrer höchstpersönlich und fegt die Straße.
tbo
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