Weiter mit Gerald Lohr
Hauptversammlung: DLRG-Ortsgruppe Leeheim wählt Vorstand und zieht
Jahresbilanz
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Die Ehrenmitgliedschaft hat Gerald Lohr (links) bei
der Jahresversammlung der DLRG Leeheim an Hubert Carl verliehen.
Foto:privat
Gerald Lohr ließ keinen Zweifel daran, dass er motiviert ist: „Nur
wer selbst brennt, kann Feuer entfachen“, sagte kürzlich der
Vorsitzende der DLRG-Ortsgruppe Leeheim in der Jahresversammlung. In der
DLRG-Station am Riedsee erklärte er zum Abschluss seines Berichts, in
dem er die Arbeit der Mitglieder würdigte, erneut als Vorsitzender
kandidieren zu wollen. Und so wurde Lohr für weitere drei Jahre gewählt.
Außer ihm besteht der Vorstand aus stellvertretender Vorsitzender Silke
Wiesenäcker, Schatzmeister Jochen Dill, seinem Stellvertreter Marco Müller,
den Technischen Leitern Torsten Wiesenäcker (Ausbildung), Rolf Dörr
(Einsatz), Tobias Müller (Technik), Thomas Krüger
(Wasserrettungsdienst), Yves Doat (Schwimmbad), Schriftführer Peter
Mehring, Stationswart Dennis Karpowski, Jugendwartin Ines Prokesch und
Beisitzer Jochen Lohr. Wie Schatzmeister Dill berichtete, zählt der
Verein erstmals mehr als 600 Mitglieder.
„Ein wichtiger Schlüssel für erfolgreiche Vereinsarbeit ist unsere
Jugend“, erklärte Pressewart Matthias F. Hrobarsch. Jugendwartin Nina
Prokesch berichtete über Bastelnachmittage, Ausflüge, Pizzabacken und
anderen gesellige Aktionen. „Mit diesem abwechslungsreichen Angebot
wird unsere Jugend für die Arbeit in und mit der DLRG begeistert“, so
Hrobarsch.
Dem Antrag des Vorstands, Hubert Carl zum Ehrenmitglied zu ernennen,
stimmte die Versammlung einmütig zu. Carl zählt zu den Gründungsmitgliedern
der DLRG-Ortsgruppe. Geehrt wurden zudem langjährige Mitglieder,
darunter Petra Prokesch, die dem Verein seit 40 Jahren angehört. Dafür
wurde sie mit dem DLRG-Mitgliedsehrenabzeichen in Silber mit goldenem
Eichenrand ausgezeichnet.
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Mittlerweile 14 500 Personen erfasst
Rückblick: Bei der Bilanz des Geschichtsvereins Leeheim gibt es viel
Lob für die Mitglieder, die sich ums Museum kümmern
LEEHEIM.
Einen positiven Rückblick auf das im vergangenen Jahr gab der
Vorsitzende des Heimat- und Geschichtsvereins (HGV), Ludwig Jung, in der
Jahresversammlung. Erfreulich sei auch der auf 451 angewachsene
Mitgliederstand.
In seinem Rechenschaftsbericht hob Jung vor allem das unerschütterliche
Engagement des Werkstatt-Teams hervor. Unter der Regie von Hans Moldaner
seien im Vorjahr die oberen Museumsräume umgebaut, die
Handwerker-Werkstätten fertiggestellt und der gesamte
landwirtschaftliche Bereich neu gegliedert worden. Neben den immer
wiederkehrenden Aufgaben hätten die Restarbeiten an der Tierausstellung
das Aufgabenpensum vervollständigt.
Auch die Mitglieder, die sich um die Inventarisierung kümmern, seien
ein gutes Stück vorangekommen. Allerdings könnte das Team für die
Katalogisierung der mehr als 20 000 Exponate noch Verstärkung
gebrauchen. Die mittlerweile auf 10 450 Datensätze angewachsene
Bilderdatenbank biete auch die Möglichkeit, Bilder und Dokumente aus
der Vereinsarbeit aufzunehmen. Auch für diese Arbeit gebe es noch einen
freien Arbeitsplatz im Vereinsbüro.
Rund 14 500 Personen und mehr als 4400 Familien haben Armin Winter und
Wolfgang Siebert, unterstützt von Rainer Prokesch, in der vom
Ehrenvorsitzenden Heinrich Bonn vor rund zehn Jahren begonnenen
Familienforschung im PC erfasst. Die Daten stammen aus den Kirchenbüchern
und vom Standesamt Riedstadt. Der HGV bringe sie noch in diesem Jahr als
Familienbuch heraus.
In seinem Rückblick wies Jung auf den großen Arbeitsaufwand hin, den
Mitstreiter auch in Bereichen wie Rechnungswesen, Aktualisieren der
Vereinsdateien, Reinigung und sonstigen Hilfeleistungen bewältigten.
Und auch Vorstand und Helfer widmeten einen großen Teil ihrer Freizeit
dem Verein. Zur Erledigung der vielseitigen Aufgaben seien weitere
Mitstreiter immer willkommen. Besonders betonte der Vorsitzende die gute
Zusammenarbeit mit der Stadt Riedstadt, wo er für Vereinsanliegen stets
ein offenes Ohr finde. Anzumerken sei auch, dass der Verein trotz
unabwendbarer Ausgaben für Museum und Verwaltung finanziell auf
gesunden Beinen stehe.
Die 2010 angebotenen Veranstaltungen hätten mit rund 1200
Museumsbesuchern wieder großen Anklang gefunden, berichtete Ludwig
Jung.
Der für den Eintrag des Vereins beim Amtsgericht erforderlichen
Satzungsänderung stimmte die Versammlung zu.
Jung wies zudem auf kommende Veranstaltungen im Heimatmuseum hin. Am 7.
Mai (Freitag) steht eine Weinprobe mit dem Hauswinzer Harald Frieß aus
Harxheim auf dem Programm. Am Internationalen Museumstag (15. Mai) wird
die Ausstellung „Tiere in Wald und Feld“ eröffnet und die neu
gestaltete Schau mit landwirtschaftlichen Geräten vorgestellt. Das
Museumsfest ist am 17. Juni vorgesehen, und der Tagesausflug nach
Butzbach, auf die Ronneburg und nach Büdingen wird aus
organisatorischen Gründen vom 7. auf den 14. August verschoben. Der
Museumstag am 24. September ist dann dem Thema „100 Jahre elektrisches
Licht in Leeheim“ gewidmet.
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Nasse Suche nach bunten Eiern
Antauchen: Die Leeheimer DLRG veranstaltet zu Ostern am Riedsee einen
ganz besonderen Wettbewerb – Dennis Karpowski und Daniel König sind
dabei am erfolgreichsten
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Feuchte Ostereiersuche: Mit der Suche nach bunten
Eiern im Riedsee eröffneten die Taucher der DLRG Leeheim die Saison.
Peter Sieper-Täubl (Zweiter von links) und Andreas Hummel tauchten im
Team. Nach dem Tauchgang wurden die gefundenen Eier gezählt. Rechts
im Bild Barbara Karpowski und links Ferry Schouwenburg. Foto: Robert
Heiler
Das durchschnittliche deutsche Osterei wird im heimischen Garten
versteckt, meistens im hohen Gras oder an leicht zugänglichen Stellen.
Also überall dort, wo Kinder die bunt bemalten Eier leicht finden können.
Beim traditionellen Ostertauchen am Karfreitag hatten es die Mitglieder
des DLRG Leeheim allerdings ungleich schwerer. 64 bunte Eier waren mit
Gewichten beschwert, rund um den DLRG-Bootsteg im Riedsee versteckt
worden. Diese mussten von den fünf Mannschaften gefunden werden, die
sich zu der Veranstaltung zusammengefunden hatten. In Zweiergruppen
aufgeteilt, hatten sie eine halbe Stunde Zeit, nach den Eiern zu suchen.
Bonuspunkte waren ein Hahn und eine Henne, die ebenfalls im See
versteckt worden waren.
Der Technische Leiter Ausbildung Torsten Wiesenäcker berichtete auf
ECHO-Nachfrage, dass das Ostertauchen der erste gemeinsame Tauchgang der
DLRG in diesem Jahr ist. Die Teams bestehen bei diesem Antauchen
ausschließlich aus Mitgliedern der OrtsgruppeLeeheim.
Nachdem alle Gruppen ihre Suche beendet hatten, ging es an die Eierauszählung,
die Barbara Karpowski übernahm. Im Anschluss wurden die Platzierungen
verkündet. Den dritten Platz belegten dabei Gaston Wolfston und Jürgen
Reitz, Zweitplatzierte waren Andreas Hummel und Peter Sieper-Täubl. Der
erste Platz ging an das Duo Dennis Karpowski und Daniel König. Neben
den Siegerteams erhielten alle am Ostertauchen teilnehmenden
Mannschaften ein kleines Präsent sowie eine Urkunde.
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27. April 2011 | Von Dirk Winter
Ohne Wasser kein Wachstum
Landwirtschaft: Im Ried fällt zu wenig Niederschlag – Die meisten
Felder müssen bereits regelmäßig beregnet werden
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Ausnahmefall: In Senken stehen aufgrund hoher
Grundwasserpegel Äcker unter Wasser, so wie hier südlich von
Klein-Rohrheim.
Wenn Werner Wald in diesen Tagen und Wochen auf dem Acker arbeitet,
achtet er tunlichst darauf, dass ihm sein Ehering nicht herunterfällt.
„Der wäre sofort weg“, sagt der Kreislandwirt aus Leeheim.
Staubtrocken, wie ein Teil der Felder zurzeit ist, würden kleine
Gegenstände wie Schmuck oder Münzen einfach vom Boden verschluckt.
Dies gelte vor allem für sandige Böden, die Wasser weniger gut
speichern können als lehmiger Untergrund.
Der Deutsche Wetterdienst hat einen extrem trockenen März registriert.
In fast ganz Deutschland habe es weniger Niederschläge als in der
Referenzperiode 1961 bis 1990 gegeben. Auf 76 Prozent der Fläche sei
weniger als die Hälfte der normalen Niederschlagsmenge gefallen –
teilweise nicht mal zehn Liter pro Quadratmeter. Zum Vergleich: Die
durchschnittliche monatliche Niederschlagsmenge in der Rhein-Main-Region
beträgt rund 56 Liter pro Quadratmeter.
Die Trockenheit hat sich im April fortgesetzt. Aber ohne Wasser kein
Wachstum. Also behelfen sich die Landwirte, indem sie die Felder laufend
beregnen. Besonders viel Feuchtigkeit brauche jetzt das Getreide, weil
es sich in der Wachstumsphase befinde, erklärt der Vorsitzende des
Kreisbauernverbands Groß-Gerau, Gerhard Jung aus Allmendfeld. Auch
einige Sonderkulturen, die erntereif seien, müssten stark beregnet
werden. Als Beispiel nennt er den Rhabarber, über dessen große Blätter
viel Wasser verdunste.
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Beregnung ist derzeit in der Landwirtschaft angesagt
– nicht nur auf Riedstädter Gemarkung zwischen Stockstadt und
Philippshospital. Vor allem junges Getreide braucht mehr Feuchtigkeit,
als ein gelegentlicher Schauer bieten kann. Fotos: Robert Heiler
Werner Wald hofft, dass sich die Kulturen mittlerweile auf die Situation
eingestellt haben, denn die Trockenheit dauere ja seit längerem an.
„Das Wurzelwachstum ist meiner Meinung nach in Ordnung“, sagt der
Kreislandwirt. Problematisch sei aber die Nährstoffversorgung der
Pflanzen. Denn der Mangel an Niederschlagswasser habe zur Folge, dass
kaum Nährstoffe im Boden gelöst würden.
Und doch stehen manche Felder immer noch unter Wasser. Dieses Phänomen
erklärt Wald mit den Nachwirkungen der beiden vergangenen, sehr
regenreichen Jahre. Nach wie vor seien deshalb die Grundwasserpegel
hoch. Zumal die in vielen Böden im Ried vorkommende Kalkschicht, das
sogenannte Rheinweiß, für eine erschwerte Wasserdurchlässigkeit
sorge. In Bodensenken wie den einstigen Flussschleifen, wo bis vor 2000
Jahren der Neckar durchs Ried mäanderte, bilden sich deshalb
Wasserlachen. Schon einige hundert Meter weiter, wenn das Gelände
wieder ansteigt, kann der Boden ausgedörrt sein.
Sechs Beregnungsmaschinen haben Werner Wald und sein Leeheimer
Berufskollege Karl-Heinrich Kraft, die eine Maschinengemeinschaft
bilden, zurzeit im Dauereinsatz. Eine dieser Anlagen ist an die
landwirtschaftliche Ringleitung in Dornheim angeschlossen, die aus
Grundwasserbrunnen gespeist wird. Durch die anderen fünf
Beregnungsanlagen fließt Grundwasser, das die beiden Landwirte mit
dieselbetriebenen Aggregaten an die Oberfläche pumpen. Mehr als 8000
Liter Dieselkraftstoff verbrauchen Kraft und Wald jetzt Woche für
Woche, berichtet der Kreislandwirt weiter. Ein Aufwand, der die
Anbaukosten in die Höhe treibt. Hält die Dürre weitere vier Wochen
an, schätzt Wald, wird die Produktion zum Minusgeschäft.
Bei Gerhard Jung sieht es ähnlich aus. Der Allmendfelder ist dabei,
Getreidefelder teils schon zum zweiten Mal zu beregnen. „Aber
eigentlich sind im Moment alle Kulturen beregnungsbedürftig“, sagt
der Vorsitzende des Kreisbauernverbands. Es gehe jetzt darum, die
Kulturen zu erhalten. Dies in der Hoffnung, „dass es möglichst bald
wieder anfängt zu regnen“. Aber nicht nur in gelegentlichen Schauern,
sondern kräftig und ausdauernd.
Gernsheim, Allmendfeld und Teile von Biebesheim und Stockstadt seien an
die landwirtschaftliche Ringleitung angeschlossen, die mit aufbereitetem
Rheinwasser aus dem Biebesheimer Wasserwerk (Betreiber ist der
Wasserverband Hessisches Ried) gespeist werde, erläutert Jung. Die
Alternative dazu seien Diesel- oder Elektropumpen.
„Die Trockenheit wird noch riesen Auswirkungen haben“, meint Werner
Wald: „Mit den Preisen an den Getreidebörsen geht es steil
bergauf.“ Aber nicht nur beim Getreide kämen teure Zeiten auf die
Verbraucher zu, sondern in besonderem Maße auch beim Zucker: Eine
extreme Knappheit sei aktuell auf dem Zuckermarkt feststellbar – nicht
allein in Deutschland. „Im gesamten osteuropäischen Raum sieht es
auch knapp aus“, berichtet Wald und prophezeit, dass die Preise vieler
Nahrungsmittel spätestens im Herbst in die Höhe schießen.
Wald vergleicht die derzeitige Trockenheit mit der von 1976, einem
extremen Dürrejahr für die Landwirtschaft im Ried. „Das ist schon
ein bisschen Angst erregend“, sagt er. Aber Bangemachen gilt nicht.
Landwirte seien es gewohnt, von und mit der Natur zu leben und mit deren
Schwankungen klarzukommen: „Da musst du als Betriebsleiter immer
wieder einen Weg finden, deinen Betrieb am Leben zu halten.“
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